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Kamenz

Kita Haselburg modernisiert

Das Haselbachtal investierte in den Umbau des Kinderhauses Reichenbach. Nun können es die Mädchen und Jungen erkunden.

Große Freude in der Kita: Die Mädchen und Jungen nehmen ihr umgebautes Kinderhaus nun in Besitz.
Große Freude in der Kita: Die Mädchen und Jungen nehmen ihr umgebautes Kinderhaus nun in Besitz. © Bernd Goldammer

Haselbachtal. Reichenbachs Kindertagesstätte wurde jetzt wieder ihrer Bestimmung übergeben. Eine bewegende Geschichte hat damit ein erfreuliches Ende gefunden.

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Denn um dieses Haus war es lange Zeit nicht gut bestellt. Grund: Die Kita war nicht mehr auf dem neusten Stand. Ausnahmegenehmigungen waren nicht länger zu erwarten. Für eine grundlegende Sanierung fehlte jedoch Geld. Um die 1,5 Millionen waren veranschlagt. Das gab der Haushalt der Gemeinde Haselbachtal allerdings nicht her. Gelegentlich wurde sogar schon von Schließung gesprochen. Doch Bange machen gilt nicht. Es wurde nach Fördermöglichkeiten im Freistaat gesucht. Damals war das Programm „Vitale Dorfkerne und Ortszentren im ländlichen Raum“ gerade erst angelaufen. Für die Reichenbacher Kindereinrichtung wurde es zur Rettung, denn 75 Prozent der Bausumme übernahm der Freistaat. Aloysius Mikwauschk, der Kamenzer CDU- Landtagsabgeordnete, setzte sich vehement für die Förderung ein. So war Reichenbach die erste Kita, die aus einem neu aufgelegten Programm gefördert wurde. 1,4 Millionen Euro gab der Freistaat dazu. „Am gleichen Tag konnten wir auch dem Räckelwitzer Schulhort einen Fördermittelbescheid überbringen“, erinnert sich Aloysius Mikwauschk und freut sich.

Lücken geschlossen

Durch das Programm sind problematische Lücken in zahlreichen Gemeinden geschlossen worden. Später wurde das Förderprogramm von 5 Millionen auf 15 Millionen Euro aufgestockt.

Vor etwa 18 Monaten begann die Sanierung in Reichenbach, nachdem die Kinder zwischenzeitlich im Bischheimer Kindergarten untergebracht wurden. Die Bau- Planung hatte das Schwepnitzer Architektur Büro Hoffmann Architekten übernommen. Jetzt wurde das umfangreiche Projekt offiziell abgeschlossen. Aufgrund von gravierenden Problemen mit dem Baugrund fiel die Bausumme allerdings doch noch etwas höher aus. „Für uns könnte es schwierig werden, diese Kostenerhöhung allein zu stemmen. Wir werden versuchen, nochmal mit dem Freistaat nachzuverhandeln“, machte Bürgermeisterin Margit Boden deutlich. Sie dankte allen beteiligten Firmen für die qualitätsgerechte und termingenaue Bauausführung. Ihr Dank galt auch dem Landtagsabgeordneten Aloysius Mikwauschk für die gute Zusammenarbeit. Jetzt ist die Kita fertiggestellt.

Noch etwas besonders Wichtiges zum Schluss: Zur Feier des Tages wurde das Reichenbacher Kinderhaus nun zur „Haselburg“ umbenannt. Aus einem großen Holzstamm hatte die Wachauer Holzkünstlerin Karen Hobelsberger für den Umbenennungstag eine Holzplastik geschaffen. Sie wurde gleich am Eingang aufgestellt. Ein Hase ist zusammen mit einem Igel zu sehen. Könnte das eine hölzerne Anspielung auf das Märchen „Der Hase und der Igel“ sein? Die Kinder werden es bald herausbekommen. Es gibt schließlich Märchenbücher. Zur feierlichen Eröffnung bedankten sie sich erst einmal mit einem eigens einstudierten Kulturprogramm. Die komplette Erkundung der „Haselburg“ beginnt in dieser Woche.

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