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Kita-Streik geht nach Pfingsten weiter

Belastungsprobe für Eltern: Nach den Pfingstfeiertagen geht der Kita-Streik in die dritte Woche. Ein Ende ist derzeit nicht in Sicht.

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© dpa

Leipzig. Eltern müssen sich auch nach Pfingsten auf geschlossene Kindertagesstätten und Schulhorte einstellen. Am nächsten Dienstag wollen die Erzieher kommunaler Einrichtungen in Leipzig, Zwickau und Werdau ihre Arbeit niederlegen, kündigte die Gewerkschaft Verdi am Freitag an. Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, hieß es. Für Mittwoch (27. Mai) sind nach Angaben der Stadt Dresden auch die Mitarbeiter der Dresdner Kitas zum Streik aufgerufen.

Am Freitag haben in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen rund 500 Beschäftigte aus dem Sozial- und Erziehungsdienst die Arbeit niedergelegt. In Sachsen lagen die Schwerpunkte nach Gewerkschaftsangaben in Leipzig, Görlitz und Zwickau.

„Es ist sowohl für die Streikenden, als auch für betroffene Eltern, keine leichte Situation“, erklärte Verdi-Landesbezirksleiter Oliver Greie. Dennoch soll nach Pfingsten mit weiteren Streiks der Druck auf die Arbeitgeberseite erhöht werden. Dann geht der Ausstand bereits in die dritte Woche.

Die Gewerkschaften fordern ein deutliches Lohnplus von durchschnittlich zehn Prozent für die Kita-Mitarbeiter. Die Arbeitgeber lehnten die Forderung bisher als nicht bezahlbar ab. (dpa)