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Kita-Träger soll Gewinn machen

Die eine Gemeindetochter soll dieses Jahr Überschüsse erwirtschaften. Die andere wird das wohl nicht schaffen.

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© Symbolfoto: dpa

Röderaue. Gewinn hier, Verlust dort: Die Zahlen, mit denen die Gemeinde Röderaue in diesem Jahr bei ihren beiden Tochter-Unternehmen rechnet, könnten kaum unterschiedlicher sein. Das geht aus den aktuellen Wirtschaftsplänen hervor, die der Gemeinderat diese Woche beschließen soll.

Demnach soll die gemeinnützige Leuchtpunkt gGmbH in diesem Jahr knapp 21 000 Euro Gewinn erwirtschaften. Treten die Planzahlen ein, verbliebe der Gewinn im Unternehmen, so will es die Gemeinnützigkeit. Denn die Leuchtpunkt fungiert in der Röderaue vor allem als Träger der zwei Kitas in Frauenhain und Pulsen sowie des Schulhortes in Pulsen.

Visio ist überschuldet

Ganz anders sehen unterdessen die Zahlen bei der anderen Gemeindetochter aus, der Visio OMR GmbH. Das Unternehmen organisiert unter anderem das traditionelle Frauenhainer Inselfest und betreibt mehrere Gaststätten in den Ortsteilen, etwa die Rollmopsschänke Koselitz oder den Landgasthof Pulsen. Für die Visio geht die 2016er-Planung von einem Jahresverlust von 44 000 Euro aus. Kein neues Phänomen: Schon in den vergangenen Jahren hatte die Visio Miese gemacht, laut Beteiligungsbericht der Gemeinde für das Jahr 2014 ist das Unternehmen „buchmäßig überschuldet“. Um das zu ändern, war unter anderem ein neues Konzept fürs Inselfest ersonnen und dieses Jahr erstmals umgesetzt worden. Der Gemeindeleitung zufolge erwirtschaftete das Inselfest trotzdem einen Verlust.

Wie es nun weitergeht, muss der Gemeinderat entscheiden. Die öffentliche Tagung der Bürgervertreter findet am Donnerstag, 15. September, ab 19 Uhr im Pulsener Landgasthof statt. (ewe)