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Kitas wieder im Blick

Mit dem 2016er-Haushalt läutet die Stadt Großenhain nun eine neue Modernisierungsrunde für ihre Kitas und Schulen ein.

© Anne Hübschmann

Von Manfred Müller

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Großenhain. Großenhains Kindereinrichtungen sind in den vergangenen 20 Jahren komplett durchsaniert worden. An einigen hat aber nun schon wieder der Zahn der Zeit genagt. Außerdem wurden inzwischen die Sicherheits- und Brandschutzbestimmungen verschärft, so dass auch hier Handlungsbedarf besteht.

Den Anfang will die Stadt mit der Kinderkombi auf der Chladeniusstraße machen, die Ende der 1990er Jahre als erste Großenhainer Kita mit einigem Aufwand hergerichtet worden war. Insgesamt 560 000 Euro sollen hier investiert werden. Die Liste der geplanten Veränderungen ist lang. So sollen die alte Treppe an der Gebäudevorderseite weggerissen, der Eingangsbereich und die Räume im Kellergeschoss sowie das Treppenhaus umgebaut werden.

An der Fassade werden Risse repariert und ein neuer Anstrich aufgebracht. Auch ein neuer Kinderwagen-Raum soll geschaffen werden. Die Gruppenräume bekommen Akustikdecken und neue Fußböden, und auch in den Waschräumen sind etliche Sanierungsmaßnahmen geplant. Niedrigere Wasch- und Toilettenbecken zum Beispiel, damit sich die Jüngsten selbstständig betätigen können. „Die Waschbecken sind bei uns ein beliebtes Spielzeug“, schmunzelt Kita-Leiterin Gisela Berger. „Da wollen auch die Krippenkinder schon mitmischen.“

Es gibt noch eine Besonderheit

Die Einrichtung an der Chladeniusstraße betreut derzeit 34 Krippen- und 77 Kindergartenkinder. Neben der Chefin kümmern sich elf Erzieher um Kleinen. Trägerverein ist der „Lustiger Tausendfüßler“ Baselitz. „Wenn man hier umschaut – es ist alles gut gepflegt“, sagt Großenhains Baubürgermeister Tilo Hönicke. „Das spricht für Entscheidung der Stadt, die Kitas an freie Träger zu übergeben.“

Größere Modernisierungsprojekte sind aber nach wie vor Sache der Kommune, und die will sich ihrer Verantwortung auch stellen. In diesem Jahr sollen die Planungen für die Sanierung der Kindereinrichtung durchgezogen werden; 2017 erfolgt dann der Umbau - bei laufendem Betrieb. Da müssten alle ein bisschen die Zähne zusammenbeißen, so Hönicke, aber am Ende würden sowohl für die Kinder als auch für die Erzieher bessere Bedingungen herrschen.

Beim Umbau in der Kinderkombi gibt es noch eine Besonderheit: Das Gebäude, das zu DDR-Zeiten errichtet wurde, hat bereits eine Asbestsanierung hinter sich. Alle asbesthaltigen Bauteile wurden mit Gipskartonplatten verkleidet und abgedichtet. „Deshalb wollen wir kein Risiko eingehen und bereits im Vorfeld Raumluftmessungen durchführen“, erklärt Tilo Hönicke. Auch die Außenanlagen sollen mittelfristig neu gestaltet werden, wofür es allerdings noch keine konkreten Planungen gibt.

Ihren Traum von einer eigenen Sauna aber muss sich die Kindertagesstätte auf andere Weise erfüllen. „Wir werden versuchen, über unseren Trägerverein Spender zu gewinnen, die das mitfinanzieren“, sagt Gisela Berger. Beim letzten Saunabesuch hätten die Kleinen erst nicht reingewollt, am Ende aber dann aber auch nicht wieder raus. Die Stadt wird das Schwitzbad zwar nicht bezahlen, aber immerhin die Voraussetzungen für den Einbau schaffen, indem sie bereits die Anschlüsse installieren lässt.