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Kläranlagenbesitzer sollen mehr zahlen

Die Stadt Bautzen will die Abwassersatzung ändern – und dabei Gebühren erhöhen. In Stiebitz sorgt das für Fragen.

© dpa

Bautzen. Grundstücksbesitzer, die eine eigene Kleinkläranlage oder Sammelgrube haben, sollen in Bautzen künftig stärker zur Kasse gebeten werden. So soll der Stadtrat Ende April eine Änderung der Abwassersatzung beschließen – und damit die Gebühren für die Fäkalienabfuhr erhöhen. Demnach würden ab Mai für die Abfuhr von Fäkalschlamm 27,92 Euro je Kubikmeter fällig werden, für Fäkalwasser 16,71 Euro je Kubikmeter. Das wären jeweils reichlich vier Euro mehr als bisher.

Das sorgte im Ortschaftsrat von Stiebitz jetzt für Protest. „Warum so viel?“, fragte Rainer Höhne (CDU). „In der Wirtschaft kann man auch nicht so viel auf einmal auf die Preise draufschlagen.“ Nora Haupt vom städtischen Eigenbetrieb Abwasserbeseitigung erläuterte, dass sich die Transportkosten für die Fäkalienabfuhr deutlich erhöht haben. Weil der 2013 abgeschlossene Vertrag mit der Oberlausitzer Entsorgungsgesellschaft (OLE) Ende 2017 auslief, musste neu ausgeschrieben werden. Mit der um reichlich vier Euro je Kubikmeter teureren Abfuhr habe die OLE das günstigste Angebot abgegeben. Ein anderer Bieter sei noch wesentlich teurer gewesen.

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Der Stiebitzer Ortschaftsrat ließ sich aber nicht überzeugen. Er lehnte die Änderung der Satzung und damit die Gebühr ab. Nun steht das Thema noch in den anderen Ortschaftsräten auf der Tagesordnung. Ende April entscheidet dann der Stadtrat. Betroffen von der Änderung wären in ganz Bautzen laut Nora Haupt die Besitzer von rund 130 Grundstücken, nur vier davon liegen in Stiebitz. (SZ/MSM)