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Sachsen

Klage gegen Flyline auf Fichtelberg

1.550 Meter vom Fichtelberg hinab führt eine Seilbahn ins Tal. Naturschützer beklagen, dass sie mitten durch Brutgebiete führt.

Mit 1.550 Metern ist auf dem Fichtelberg die längste Flyline Europas. Sie ist eine Mischung aus Seilrutsche, Sommerrodel- und Achterbahn.
Mit 1.550 Metern ist auf dem Fichtelberg die längste Flyline Europas. Sie ist eine Mischung aus Seilrutsche, Sommerrodel- und Achterbahn. © Thomas Kretschel

Oberwiesenthal. Mehr als eineinhalb Jahre nach dem Start der Attraktion "Fly-Line" am Fichtelberg haben Naturschützer gegen die Anlage Klage beim Verwaltungsgericht Chemnitz eingereicht. 

Die 1500 Meter lange Mischung aus Seilrutsche, Sommerrodel- und Achterbahn gehe mitten durch das einzige sächsische Brutgebiet der geschützten Ringdrossel, heiß es zur Begründung. "Da bei diesem Vorhaben von vornherein keinerlei Rücksicht auf Natur- und Artenschutzbelange genommen wurde, sehen wir keinen anderen Weg mehr, als vor Gericht zu gehen", teilte der Landesvorsitzende des Naturschutzbundes (Nabu) Sachsen, Bernd Heinitz, am Dienstag mit.

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Der Nabu hat nach eigenen Angaben nur zufällig von dem bereits realisierten Vorhaben erfahren, die erforderliche Beteiligung von Natur- und Umweltschutzverbänden war demnach nicht erfolgt. Die naturschutzrechtliche Befreiung sei pauschal erfolgt - und zwar vier Monate nach Baubeginn. (dpa)

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