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Klage gegen größtes Wohngebiet abgelehnt

Anwohner waren gegen den Bebauungsplan für eine Siedlung an der Dölzschener Straße vorgegangen.

© dpa

Von Tobias Winzer

Freital. Schon seit vergangenem August sind die Bagger an der Dölzschener Straße aktiv. Dort laufen Erschließungsarbeiten für Freitals derzeit größtes neues Wohngebiet. Nun sind auch die letzten juristischen Hürden für das Millionenprojekt ausgeräumt. Wie das Oberverwaltungsgericht in Bautzen mitteilte, ist eine Normenkontrollklage gegen den Bebauungsplan abgelehnt worden. Die Entscheidung sei am 15. Mai gefallen, so ein Sprecher des Gerichts.

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Bei dem Normenkontrollverfahren wurde geprüft, ob der Bebauungsplan rechtmäßig ist. Die Klage war im vergangenen Sommer von einer Interessengemeinschaft aus Pesterwitz eingereicht worden. Sie ist der Meinung, dass der Bebauungsplan in der jetzigen Form nie hätte aufgestellt werden dürfen. Die Mitglieder sagen zum Beispiel, dass auf der Fläche gar nicht gebaut werden darf, weil das Areal als Kaltluftentstehungsfläche gelte und sie damit wichtig für das Stadtklima Dresdens sei. Diesen und andere Punkte sollte das Gericht klären. Die klagende Interessengemeinschaft war nicht für eine Stellungnahme erreichbar.

Die Stadt und die Freitaler Projektentwicklung (FPE) als zuständige Tochtergesellschaft hatten mehrfach auf die mehrjährigen Planungen für das Vorhaben verwiesen. Nachdem der Stadtrat im Januar 2014 die Aufstellung eines Bebauungsplanes beschlossen hatte, habe ein umfangreiches Verfahren begonnen. Daran seien unter anderem die Bürger und Fachbehörden beteiligt worden.

Auf dem insgesamt sechs Hektar großen Grundstück – das entspricht etwa der Größe von zehn Fußballfeldern – sollen 55 Baugrundstücke erschlossen werden. Das Areal befindet sich am östlichen Ortsausgang von Pesterwitz. Wie FPE-Chef Alexander Karrei mitteilte, seien etwa 80 Prozent der Erschließungsarbeiten geschafft. Voraussichtlich im Juli werde man fertig sein und im September die ersten Grundstücke verkaufen. Mit dem Baustart der ersten Eigenheime sei dann Anfang des kommenden Jahres zu rechnen. Pro Jahr will die FPE zehn Grundstücke an Häuselbauer verkaufen, um eine allmähliche Entwicklung des Areals zu gewährleisten.