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Klares Votum für Selbstständigkeit

Der Bürgerentscheid in Oßling hat ein eindeutiges Ergebnis: Eine Fusion lehnt die Mehrheit der Wahlberechtigten ab.

© René Plaul

Von Manuela Paul

Oßling. Es ist eine überaus deutliche Entscheidung. Fast zwei Drittel der Wähler haben am Sonntag für die Selbstständigkeit der Gemeinde Oßling votiert. Damit erteilten sie möglichen Fusionsabsichten eine klare Absage. Darüber ist Bürgermeister Siegfried Gersdorf nicht glücklich. Vor allem angesichts der aktuellen Haushalssituation. „Wir müssen jetzt das Beste daraus machen.“ 899 der insgesamt 1 551 Stimmabgebenden, die an die Urne traten, stimmten der Aussage „Die Gemeinde Oßling bleibt selbstständig“ zu. Wahlberechtigt waren 1 898 Bürger. Das sind 57,96 Prozent Ja-Stimmen – also die Mehrheit. Laut sächsischer Gemeindeordnung gilt nämlich der bei einem Bürgerentscheid zur Abstimmung gestellte Entscheidungsvorschlag als angenommen, wenn der die einfache Mehrheit der gültigen Stimmen erhält und diese Mehrheit mindestens ein Viertel der Stimmberechtigten beträgt. 623 Einwohner der Gemeinde Oßling stimmten mit Nein, 29 Stimmen waren ungültig.

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Bereits Ende 2015 beschloss der Gemeinderat die Bildung eines Arbeitskreises, der Für und Wider einer Fusion ausloten sollte. Als mögliche Partner wurden Bernsdorf, Kamenz und Wittichenau angesprochen. Doch es gab immer wieder auch Befürworter der Selbstständigkeit. Sie sammelten Unterschriften für einen Bürgerentscheid, der nun am Sonntag stattfand.