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Dippoldiswalde

Vorhang auf im Kastanienhoftheater

Silke Führich und Reinhart Schuchart haben sich für 2020 einiges vorgenommen. Auf was sich die Besucher freuen dürfen.

Silke Führich und Reinhart Schuchart stehen beide im Kastanienhoftheater auf der Bühne. Auch die Regie sowie das Bühnen- und Kostümbild übernehmen die beiden Theaterprofis selbst.
Silke Führich und Reinhart Schuchart stehen beide im Kastanienhoftheater auf der Bühne. Auch die Regie sowie das Bühnen- und Kostümbild übernehmen die beiden Theaterprofis selbst. © privat

Silke Führich und Reinhart Schuchart, die in Hartmannsdorf-Reichenau ein kleines Privattheater betreiben, haben sich für 2020 und in Folge etwas vorgenommen, nämlich etwas ruhiger zu treten. Doch obwohl sie das Programm auf dem Kastanienhof im Vergleich zu den Vorjahren etwas gestrafft haben – am 1. Mai wird es kein Frühlingsfest mit Koffermarkt mehr geben und auch die Freilichtinszenierung  im Sommer entfällt – halten die beiden Theatermacher an der großen Inszenierung fest, die sie im Frühjahr und Herbst auf der Bühne im Kastanienhoftheater spielen. Die Besucher dürfen sich auf "den zerbrochenen Krug" von Heinrich von Kleist freuen. "Nach dem Hamlet folgt nun wieder eine Komödie oder wie Kleist es benennt: Ein Lustspiel", so die beiden Theaterprofis. Regisseur Reinhardt Schuchart hat dazu eine neue Fassung des Stückes erarbeitet, denn im Original wäre es nicht spielbar gewesen. "Das Stück ist mit nicht mehr enden wollenden Dialogen versehen, so dass die Geschichte, für unser heutiges Verständnis, kaum nachvollziehbar ist."

Die Rollen im Stück sind dieses Jahr doppelt besetzt, statt wie bisher üblich dreifach. Damit ist die Laienschauspieltruppe nicht nur personell reduziert, mit insgesamt 18 Aufführungen sinkt damit auch die Zahl der Vorstellungen. "Der ein oder andere wollte dieses Jahr gerne mal pausieren, manche sind auch im Prüfungsjahr, sodass wir niemanden vor den Kopf stoßen mussten", sagt Silke Führich. Mit dabei sind drei „ihrer großen Theaterkinder", die nun aus der Freilichtinszenierung ins Erwachsenenfach gewechselt haben.

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Doch abgesehen von der Hauptinszenierung wollen Reinhart Schuchart und Silke Führich noch mehr beibehalten: "Für die Advents-und Weihnachtszeit haben wir uns entschlossen, doch wieder die Weihnachtsgeschichte nach Charles Dickens zu spielen." 2020 sollte eigentlich Schluss sein, "aber unser Publikum liebt diese Geschichte so sehr – wir im Übrigen auch – dass wir uns noch nicht davon trennen wollen". Beibehalten werden auch die Weltreisevorträge und die vom Publikum so gut angenommene Reihe "Klassik am Kamin", die am 26. Januar mit Gotthold Ephraim Lessings Stück „Emilia Galotti“ fortgesetzt wird. "Wir unternehmen eine Reise zu Lessings Meisterwerk, beleuchten die historischen Vorlagen sowie die Hintergründe der Entstehung und betrachten ein Stück von Lessings Biographie. Im Zentrum steht eine Szenische Lesung einer verdichteten Fassung des Stückes, die spielerisch vorgetragen wird."

25. Januar Weltreisevortrag zum Thema „Kolumbien" um 17 Uhr. Unkostenbeitrag 5 Euro, Kinder 6 - 12 Jahre 2,50 Euro.

26. Januar, um 17 Uhr "Klassik am Kamin". Karten: 10 Euro. Reservierung (werktags 10-18 Uhr) unter 037326 899641.