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Kleinbautzen bekommt neue Straße

In diesem Jahr soll Baubeginn an der Purschwitzer Straße sein. Es wird in Abschnitten gearbeitet. Doch es passiert noch mehr.

© Uwe Soeder

Von Kerstin Fiedler

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Kleinbautzen. Noch müssen einige Dinge geklärt werden. Doch Angela Weickert vom Straßenbauamt des Landratsamtes, ist optimistisch. „Wir sind gerade dabei, die Genehmigungsplanung fertigzustellen, sodass nächste Woche die Fördermittel beantragt werden können“, sagt sie. Ob und wann und in welcher Höhe die dann ausgezahlt werden, das ist noch unklar.

Viele Partner sind an dem Vorhaben beteiligt
Die Schwierigkeit bei der Kreisstraße liegt vor allem darin, dass mehrere Vorhaben verbunden werden. So werden Trinkwasserleitungen erneuert, die Enso hat einige Vorhaben angekündigt. Größtes Projekt neben dem Straßenbau ist jedoch die Abwassererschließung. Der Abwasserzweckverband (AZV) „Kleine Spree“ wird den gesamten Ort erschließen. Peter Neitsch vom AZV ist froh, dass die Planung funktioniert. „Wir gehen mit dem Schmutzwasser nicht nur an der Hauptstraße entlang, sondern ins gesamte Dorf“, sagt er. Kleinbautzen sei einer der letzten Orte, der noch erschlossen werden muss. Es soll ein Pumpwerk entstehen, das dann das Abwasser von Kleinbautzen nach Guttau in die Kläranlage bringt. Dieses Vorhaben ist es auch, das Angela Weickert hoffen lässt, dass die Förderung genehmigt wird. Wie der AZV dabei vorgehen wird, das erfuhren die Einwohner des Ortes jetzt bei einer Einwohnerversammlung. Genaue Daten werden den Bürgern später bekannt gegeben.

Die Kreisstraße wird bis nach Preititz auf 6,50 Meter erweitert
In Kleinbautzen wird nicht nur innerorts gebaut. Hier beträgt die Strecke 545 Meter. Die freie Fläche bis Preititz ist knapp einen Kilometer lang. „Außerorts wird es kaum Probleme geben“, sagt Angela Weickert. Doch im Dorf gibt es zwei Knackpunkte. Grund sind Häuser, die bis auf die Straße gebaut wurden. Die Straße soll innerorts auf eine Breite von sechs Metern erweitert werden. Derzeit liegt sie bei 4,50 bis 5,50 Meter. An den zwei Engstellen wird es nur eine Breite von 5,50 Metern geben.

Es geht dabei um ein Haus gegenüber der Straße Am Schloß und um eins gegenüber der Einfahrt zur Kreckwitzer Straße. „Wir denken, dass die Straßeneinengungen dann zu einer natürlichen Geschwindigkeitsregulierung führen“, sagt Angela Weickert. Die Wünsche der Bürger nach einer 30-km/h-Zone werden jedoch nicht erfüllt. „Wir verstehen die Furcht, dass bei einer sanierten Straße schneller gefahren werden könnte. Doch die Erfahrung zeigt, dass es meist nicht so ist“, sagt Angela Weickert. So wird der größte Teil der Ortsdurchfahrt eine Breite von sechs Metern haben und nur noch einen 1,50 Meter breiten Fußweg, und zwar von Purschwitz kommend links.

An der anderen Straßenseite gibt es einen 50 Zentimeter breiten Sicherheitsstreifen. „Mit der Straßenbreite von sechs Metern können sich dann auch zwei Lkw begegnen“, sagt Angela Weickert. Hochborde sollen verhindern, dass der Fußweg überfahren wird. Den Fußweg plant und baut der Landkreis für die Gemeinde Malschwitz. Die Straße bis Preititz wird dann ab der Birnenallee 6,50 Meter breit.

Gebaut wird unter Vollsperrung in mehreren Abschnitten
Ob es im Juni mit den Bauarbeiten losgehen kann, hängt von den Fördermitteln ab. Wenn die Bestätigung kommt, muss das Vorhaben insgesamt ausgeschrieben werden. Die Kosten betragen rund 4,2 Millionen Euro. Gebaut wird in mehreren Abschnitten, aber auf jeden Fall unter Vollsperrung. Anfang März wird es eine Beratung zur Umleitung geben. Zuerst wird die Ortsdurchfahrt gebaut, 2019 die freie Strecke. Das Landratsamt hat einer Bitte der Gemeinde entsprochen, die Straße bereits ab der Brücke über den Albrechtsbach zu bauen.

Hintergrund ist, dass dort Maßnahmen für den Hochwasserschutz greifen, die die Gemeinde Malschwitz plant. „Sonst würde das Wasser wieder in das Dorf fließen“, erklärt Angela Weickert. Der Rest der Straße bis zur Autobahn wird nur asphaltiert. Hier stehen große Bäume, die geschützt werden. Verlegt wird die Bushaltestelle Am Schloß direkt an die Hauptstraße. Somit muss der Bus kein Ringel mehr fahren. Die zweite Haltestelle an der Kreisstraße soll verbessert werden. Die Haltestelle bei der Budissa wird es nach den Bauarbeiten nicht mehr geben, weil der Betrieb sie nicht mehr braucht.