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Kleine Beute, großer Schaden

Bei den Nieskyer Billardspielern sind Unbekannte zum dritten Mal eingestiegen. Sie wollten anscheinend nur Bares.

© André Schulze

Von Steffen Gerhardt

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Niesky. Die Nieskyer Billardspieler sind in der Nacht zum Freitag zum dritten Mal Opfer von Einbrechern geworden. Viel nahmen die Diebe nicht mit. Sie interessierte anscheinend nur Bargeld. Das glaubten sie in den Geldkassetten der Mannschaften zu finden. Aber darin waren nur wenige Euros deponiert, sagt Abteilungsleiter Werner Kernchen. „Was uns mehr zu schaffen macht, ist der Vandalismus. Das fängt bei der Eingangstür an und setzt sich im Inneren des Gebäudes fort, wo Schränke und Deckenleuchten zerstört wurden.“ Werner Kernchen hat aufgelistet, was erneuert und repariert werden muss. Dabei kam er auf eine geschätzte Summe von 5 665 Euro. Auch wenn dafür die Versicherung aufkommen wird, müssen die Billardspieler mit dem Chaos erst einmal klarkommen.

„Am selben Tag war die Firma Weise aus Stannewisch hier und hat beide Türen notdürftig repariert und wieder abschließbar gemacht“, erzählt der Abteilungsleiter vom TSV Niesky. Zu dem Verein gehören die Billardspieler, die zwischen Familien- und Jugendzentrum ihr Domizil haben. Sie wissen nicht so recht, wie sie sich künftig besser vor Einbrechern schützen können.

Am 5. Oktober wurden sie das erste Mal in kurzer Zeit von Dieben heimgesucht. „Neben Geldkassetten nahmen sie auch unsere Queues mit. Was für den Laien wie ein Holzstab aussieht, hat für unsere Spieler einen hohen Wert. So ein Teil kostet schon mal 300 Euro“, erzählt Werner Kernchen. Der zweite Einbruch ereignete sich am 23. Dezember. Auch hier wurden die Räume mit einer zerstörerischen Energie durchwühlt und der neueste Computer entwendet. Es war die Nacht, in der auch der Heilpädagogische Kindergarten in Niesky Opfer von Dieben wurde. Eine Geldkassette und drei Fotoapparate wurden gestohlen. Trotz Aufrufs der Erzieherinnen und Eltern sind bisher nicht wenigstens die Speicherkarten mit den Fotos der Kinder wieder aufgetaucht. Leiterin Dana Lehmann sagt, dass die Einrichtung zumindest wieder drei Kameras hat, die eine Familie der Kita „Pusteblume“ spendete.

Inzwischen wurde die Alarmanlage im Haus erweitert und die entstandenen Schäden sind auch alle repariert. Von den Dieben fehlt bisher jede Spur, ebenso beim Fußballverein Eintracht. Das Ausloben von 500 Euro brachte bisher keine brauchbaren Ergebnisse, sagt Vorstandsmitglied Paul Neumann. In das Vereinsheim waren Unbekannte zum Jahreswechsel eingestiegen und hatten einen Wandtresor samt Autoschlüssel entwendet.