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Weißwasser

Kleine Füchse auf großer Mission

Am Sonnabend findet die 18. Auflage des Glasmacherpokals statt. Der Erwartungsdruck bei den heimischen Kids ist hoch.

Der Großteil der Spielerinnen und Spieler auf dem Foto wird am Sonnabend ab acht Uhr morgens auf dem Eis dabei sein, wenn die nächste Auflage des Glasmacherpokals startet. Antreten will Trainer Hanusch mit zwei gleich starken Teams.
Der Großteil der Spielerinnen und Spieler auf dem Foto wird am Sonnabend ab acht Uhr morgens auf dem Eis dabei sein, wenn die nächste Auflage des Glasmacherpokals startet. Antreten will Trainer Hanusch mit zwei gleich starken Teams. © Steffen Bistrosch

Der „Glasmacherpokal“ besitzt seit Jahrzehnten einen guten Klang in den hiesigen Eishockeygefilden. Kreuzten ursprünglich die Dauerkontrahenten der Dynamomannschaften aus Weißwasser und Berlin vornehmlich mit Teams aus der UdSSR oder der CSSR die Schläger, hat sich das Turnier seit nunmehr 18 Jahren im Nachwuchsbereich etabliert. Am kommenden Sonnabend werden die neun- bis elfjährigen Spielerinnen und Spieler aus Weißwasser und Niesky erneut versuchen, den Pokal nicht auf Wanderschaft gehen zu lassen. In den vergangenen Jahren wurde die begehrte Trophäe meist in die Hauptstadt nach Berlin entführt. Die Jungfüchse scheiterten dabei oft erst in den Finalspielen. So lautet auch diesmal das Minimalziel, bestätigt Torsten Hanusch, Cheftrainer der U11-Mannschaft.

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Das Weißwasseraner Urgestein kennt das Pokalgeschehen sogar noch aus seiner aktiven Zeit im Freiluftstadion. Als Trainer verspürt er Vorfreude und kann eine gewisse Anspannung nicht leugnen. „Der Erwartungsdruck ist hoch“, sagt er. Zumal die U 11 in der jetzigen Besetzung alle Spiele der Saison gewinnen konnte. Hanusch erwartet von seinem Team, dass es die gewohnten Trainingsleistungen abruft und die guten Leistungen des bisherigen Saisonverlaufs bestätigt. Die Gegnerschaft ist mit den Berlin Blues, Eisbären Juniors Berlin, Eislöwen Dresden, Young Crashers Chemnitz, Bayreuth Tigers und dem Nachwuchs des ETC Crimmitschau namhaft.

Da Hanusch aktuell aus einem Kader von mehr als 40 (!) Spielern schöpfen kann, wird er versuchen, dieses Jahr zwei gleich starke Teams aufzustellen. Hatte in den vergangenen Jahren die „Zweite“ meist deutliche Niederlagen kassieren müssen, soll sich das dieses Jahr ändern. Inwiefern das die Chancen auf den Sieg schmälert, wird sich erweisen.

Die hohe Trainingsbeteiligung heizt den internen Konkurrenzkampf an, sodass dem Trainer die Nominierung der Teilnehmer nicht leichtfällt. Die meisten Eltern und Angehörigen der Spieler haben sich aktiv in die Organisation des Pokals eingebracht. So bei der Sponsorensuche, den Vorbereitungen der Räumlichkeiten, der Mahlzeiten und der Tombola. Während des Turniers und danach werden viele fleißige Hände gebraucht, die alle den Erfolg des Turniers mittragen.

Dirk Rohrbach, Geschäftsführer der „großen“ Füchse und Beiratsvorsitzender im Nachwuchsbereich, kennt die Turniertradition in Weißwasser ebenfalls bestens aus aktiver Sicht. Die positive Außendarstellung des Vereins sei ein wichtiger Aspekt, sagt er. Genauso wichtig wie die Spielfreude der Kinder und der Spaß am Eishockey. Er weiß, dass wieder viele Eltern, Großeltern, Verwandte, Freunde oder einfach Neugierige die Emotionen der kleinen Sportler teilen werden und auf einen glücklichen Ausgang hoffen. Ein Riesenereignis für Kinder wie Erwachsene. Rohrbach wird selbstverständlich am Sonnabend in der Eisarena sein. Mit Interesse wird er den Leistungsstand seiner Weißwasseraner im direkten Vergleich mit der Konkurrenz aus Dresden oder Berlin betrachten.

Die Nachwuchsarbeit ist und bleibt eine wesentliche Säule des Eissports in der Lausitz. Rohrbach hofft stets darauf, dass Spieler aus dem eigenen Nachwuchs den Sprung zu den Profis schaffen. Die Lausitzer Füchse werden übrigens am Sonnabend zur Mittagszeit eine Trainingseinheit vor den Zuschauern absolvieren. Und was passiert, wenn die Erwartungen der vielen einheimischen Zuschauer durch die Sportler nicht erfüllt werden können? Dann, so Trainer Torsten Hanusch, und das sei das Gute am Sport, beginne beim nächsten Spiel alles wieder bei „Null“.

18. Glasmacherpokal 

am Sonnabend in der wee-Eisarena Weißwasser
Zeitplan: 7.45 Uhr Turniereröffnung, 8 uhr Beginn der Spiele, 11.30 Uhr Pause mit öffentlichem Training der Lausitzer Füchse, 14.20 Uhr Beginn der Finalspiele, 17.40 Uhr Siegerehrung, freier Eintritt

Teilnehmer: Weißwasser A und B, Berlin Blues, Eisbären Juniors Berlin, Eislöwen Dresden, Young Crashers Chemnitz, Bayreuth Tigers, ETC Crimmitschau