merken

Deutschland & Welt

Kleine Tiefseeassel nach Metallica benannt

Ein Forscher aus Frankfurt hat einen Krebs aus dem Atlantik entdeckt und einen Namen gegeben. Das Tier bekam ihn von seiner Lieblings-Heavy-Metal-Band.

Die Metallica-Assel unter dem  Laserscanning-Mikroskop betrachtet.
Die Metallica-Assel unter dem Laserscanning-Mikroskop betrachtet. © Senckenberg Gesellschaft für Naturkunde

Frankfurt. Ein kleiner Tiefseekrebs aus dem Nordpazifik ist nach der US-Band Metallica benannt worden. Der Frankfurter Forscher Torben Riehl hatte das 6,5 Millimeter große Tier gemeinsam mit einem belgischen Kollegen beschrieben, wie die Senckenberg Gesellschaft für Naturforschung am Donnerstag mitteilte. Die Heavy-Metal-Band habe ihn den Großteil seines Lebens begleitet, sagte der Tiefseeforscher. "Es begeistert mich daher riesig, die Band mit der Benennung einer neuen Art zu ehren."

Die neu beschriebene wurmartige Krebsart Macrostylis metallicola stammt demnach aus einem Meeresgebiet zwischen Mexiko und Hawaii. Perfekt an die großen Tiefen von bis zu 5.000 Metern und den entsprechenden Druck angepasst, lebten die Krebse unter Extrembedingungen, ohne Augen und Farbpigmente in absoluter Dunkelheit, hieß es.

Anzeige
Gemeinsam allem gewachsen

Die Sparkassen-Versicherung Sachsen ist auch in dieser außergewöhnlichen Situation für ihre Kunden da.

Der wissenschaftliche Name "Metallicola" bedeute so viel wie "Metall-Bewohnerin". Damit wolle er auch auf die schwierigen Umweltbedingungen aufmerksam machen, sagte der Wissenschaftler. Denn das kleine Tier lebe auf Manganknollen, die aufgrund ihrer wertvollen Bestandteile wie Kupfer, Kobalt, Nickel und seltenen Erden in dieser Meeresregion künftig abgebaut werden könnten. Dies müsse möglichst nachhaltig geschehen, "und zwar durch die Einrichtung vernünftiger Umweltmanagementpläne und Schutzgebiete, die auf den Erhalt von Biodiversität und Ökosystemfunktionen abzielen". (dpa)

Die Metallica-Assel Macrostylis metallicola als künstlerische Interpretation
Die Metallica-Assel Macrostylis metallicola als künstlerische Interpretation © Senckenberg Gesellschaft für Naturkunde