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Kleiner Anbau macht große Probleme

Für den Tischtennisverein Königstein ist es in der Turnhalle zu eng. Er kämpft daher weiter um den versprochenen Anbau.

© Dirk Zschiedrich

Von Katharina Klemm

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Königstein. Die Turnhalle in Königstein ist auch der Trainings- und Spielort des dortigen Tischtennisvereins. In einem kleinen Raum, in dem auch die Sportgeräte für die Schüler lagern, werden die Spieltische zusammengeklappt in einem Schrank gestellt. Der kleine Raum ist damit recht vollgestopft. „Manchmal ist sogar der Notausgang verstellt“, sagte ein Vereinsmitglied in der letzten Stadtratssitzung.

Der Verein wünscht sich daher schon lange eine Veränderung. Mehr Platz für neue wettkampftaugliche Tischtennisplatten wird benötigt. Noch können die etwa 35 Vereinsmitglieder zwar ihre Platten für Turniere in der Bezirksklasse und -liga nutzen. Doch irgendwann geht es ohne die neuen Tische nicht mehr. Die wären außerdem leichter zu handhaben, würden allerdings nicht mehr in den derzeit genutzten Schrank passen.

Als der Verein auf seine schwierige Lage aufmerksam machte, ist ihm 2016 vom Stadtrat ein entsprechender Anbau zugesagt worden. Nach einem entsprechenden Einwand plante der Stadtrat im vergangenen Jahr 20 000 Euro für das Vorhaben in den Haushalt ein. Dank eines neuen Förderprogramms des Freistaates Sachsen sollte es möglich sein, für die Erweiterung einen Zuschuss zu erhalten, hieß es damals. Doch bisher war im Stadtrat noch nicht die Rede davon, Fördermittel zu beantragen. Auf eine entsprechende Anfrage der SZ hat sich die Stadt noch nicht geäußert.

Die Vereinsmitglieder fühlen sich im Stich gelassen. Kein Wunder, wo doch in Pfaffendorf ein mehrere hunderttausend Euro teurer Sportplatz entstehen soll, während die Tischtennisspieler um acht bis zehn Quadratmeter kämpfen. Doch sie wollen nicht aufgeben, das versichert Vereinsmitglied Manfred Riebe. „Wir wollen versuchen, die Sache weiter voranzutreiben“, sagt er. Der Verein möchte sogar selbst beim Anbau helfen, um die Kosten zu verringern. Ohne die Unterstützung der Stadt wird es aber letztlich nichts.