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Kleiner Smiley, große Wirkung

Eine Begrenzung der Geschwindigkeit auf der B 6 in Gauernitz gibt es nicht, aber vorerst eine andere Lösung.

Ein Display wie hier in der Gemeinde Zeithain soll auch in Gauernitz an der B 6 die für mehr Verkehrssicherheit sorgen. © Sebastian Schultz

Klipphausen. Die Gauernitzer Bürgerinitiative für mehr Verkehrssicherheit im Ort hat einen ersten Erfolg zu verzeichnen. Nur wenige Tage nach dem Vor-Ort-Termin Ende Januar wurde eine mobile Geschwindigkeitsanzeige-Tafel auf der Bundesstraße 6 in Richtung Dresden – kurz vor der Abbiegung zum Langen Weg – angebracht. Darauf können die Fahrer sehen, wie schnell sie unterwegs sind. Jens Topa von der Bürgerinitiative sagte: „Das Display mit den Smileys hat schon große Wirkung gezeigt.“ 

So konnte er mehrfach beobachten, wie beispielsweise gerade LKW-Fahrer von 60 Kilometer pro Stunde sogar auf 40 bremsten. Doch die Anzeige ist vom Kreis nur vorübergehend aufgebaut. Deshalb will die Gemeinde Klipphausen laut Bürgermeister Gerold Mann (parteilos) versuchen, selbst eine zu kaufen. Wann es jedoch klappt, ist noch unklar. Noch bis mindestens Ende März bliebe die mobile Geschwindigkeitsanzeige installiert, teilte das Landratsamt mit. Weiterhin hieß es: „Sofern in der Zwischenzeit keine anderweitige Anforderung erfolgt, ist ein längerer Einsatz denkbar beziehungsweise auch geplant.“

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Ein weiteres Problem ist das Beschlagen der zwei Verkehrsspiegel an der Kreuzung. Deshalb sollen diese durch Antibeschlagspiegel ausgetauscht werden. Für einen ist die Gemeinde verantwortlich. Er wurde laut Bürgermeister Mann bereits bestellt. Die Kosten betragen etwa 400 Euro. Für den zweiten Spiegel ist das Landratsamt zuständig. Einen Zeitpunkt des Austausches konnte das Landratsamt noch nicht mitteilen. Zunächst müsse noch eine Verkehrsschau erfolgen. Diese sei für März geplant.

Damit weitere Lösungen für eine sichere Querung der Bundesstraße gefunden werden, muss die Gemeinde die Anzahl der Querungen dem Kreisverkehrsamt mitteilen. Eine Zahl ist nun schon bekannt. Pro Jahr sind es 53.000 Querungen allein durch die Nutzer der Fähre Gauernitz/Kötitz. „Das ist ein erfreuliches Ergebnis“, sagte Gerold Mann. Damit sei zudem der Beweis erbracht worden, wie wichtig die Fähre ist. Diese sollte vor Jahren im Zuge des Neubaus der Niederwarthaer Brücke eingestellt werden. Nun müssen weitere Zahlen ermittelt werden, von Radfahrern, Wanderern und natürlich Schülern, die regelmäßig die B 6 queren müssen. (ub)