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Kleines Blaues Wunder wird saniert

Claus Köpcke hatte 1893 auch die Brücke am Alberthafen gebaut. Sie ist genauso verrostet wie die Loschwitzer Brücke.

© Archivbild: Sven Ellger

Von Peter Hilbert

Zwei unter der Leitung von Claus Köpcke gebaute Dresdner Brücken müssen dringend saniert werden. Sein Name ist zwar heute in Dresden weitgehend unbekannt, seine Bauten aber nicht. Denn der Geheime Finanzrat im Sächsischen Finanzministerium hat den Bau eines heutigen Dresdner Wahrzeichens geleitet, des Blauen Wunders. Das wurde 1893 übergeben. Unter seiner Federführung ist im gleichen Jahr auch die Stahlfachwerkbrücke an der Zufahrt zum Alberthafen freigegeben worden, die auch als kleines Blaues Wunder bezeichnet wird, und die benachbarte Eisenbahnbrücke. Die imposante netzartige Gestaltung war Ende des 19. Jahrhunderts eine technische Meisterleistung.

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Noch diesen Monat beginnt die Sanierung der heutigen Radwegbrücke. Sie soll bis Mai dauern. Das teilte kürzlich Andreas Gruner, Brücken-Abteilungsleiter im Straßenbauamt, mit. Mit rund 2,4 Millionen Euro sind die Baukosten für das technische Denkmal recht hoch. „Sie sind aber gerechtfertigt“, sagt er. Denn wegen der außergewöhnlichen Stahlkonstruktion gebe es einen hohen Aufwand.

Die Brücke ist stark verrostet. Außerdem sind die Fahrbahn, Dichtungen, Lager und viele andere Bauteile verschlissen. Da die Brücke nicht mehr die nötige Tragfähigkeit hat, musste sie 2013 für den Auto- und Lkw-Verkehr gesperrt werden. Als Teil des Elberadweges darf sie jedoch genutzt werden. Radfahrer können die Baustelle auch während der Arbeiten passieren. Um hartnäckigen Rost zu beseitigen, wird die Brücke sandgestrahlt. Sie bekommt danach frische Farbe. Geplant ist zudem, die Geländer instand zu setzen. Die Fahrbahn erhält eine neue Gussasphaltschicht. Der künftige Radweg wird etwas schmaler.

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