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Kleingärtner zittern vor Feuerteufel

Im Dresdner Norden brannten binnen einer Woche gleich vier Lauben. Die Polizei geht von einer Serie aus.

© Roland Halkasch

Von Julia Vollmer

Gleich viermal haben in den vergangenen Tagen Gartenlauben im Ortsamtsbereich Pieschen gebrannt. Der aktuellste Fall ereignete sich am Montagabend in der Kleingartenanlage an der Peschelstraße in Kaditz. Ein Unbekannter steckte gegen 20.20 Uhr eine Laube in Brand, Personen wurden nicht verletzt, teilte die Polizei mit. Der entstandene Schaden sei noch nicht abschätzbar. Die Beamten konnten im Umfeld des Brandes einen 21-Jährigen feststellen. Es wird ermittelt, in welchem Zusammenhang er zum Brand steht.

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Der vierte Laubenbrand in einer Woche

Am Montagabend hat erneut eine Gartenlaube gebrannt - diesmal auf der Peschelstraße in Kaditz.
Am Montagabend hat erneut eine Gartenlaube gebrannt - diesmal auf der Peschelstraße in Kaditz.
Die Laube brannte  komplett nieder.
Die Laube brannte komplett nieder.
Eine weitere wurde stark beschädigt.
Eine weitere wurde stark beschädigt.
Die Berufsfeuerwehr konnte das Feuer löschen.
Die Berufsfeuerwehr konnte das Feuer löschen.
Es war der vierte Brand innerhalb einer Woche.
Es war der vierte Brand innerhalb einer Woche.
Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
Die Polizei geht von Brandstiftung aus.
Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer0351/4832233 zu melden.
Zeugen werden gebeten, sich bei der Polizei unter der Telefonnummer0351/4832233 zu melden.

Die Polizei geht in allen vier Fällen von Brandstiftung aus, so Sprecher Marko Laske. „Dafür sprechen die örtliche Nähe, alle Fälle ereigneten sich in Dresden-Nord, sowie mit den Abendstunden die zeitliche Nähe der Brände.“ Mit Blick auf das laufende Verfahren will die Polizei keine Angaben zur Art der Brandstiftung machen.

Bereits am vergangenen Mittwoch steckten Unbekannte gegen 22.45 Uhr ein Gartenhäuschen an der Carl-Zeiss-Straße in Trachau an, am Tag darauf brannte gegen 20.25 Uhr eine Laube in der Kolonie am Trachauer Bahnhof. Brandstifter waren auch in Radebeul unterwegs. In der Nacht zu Montag zündeten unbekannte Täter eine Laube an der Straße An der Siedlung an.

Jetzt wächst die Sorge bei den Laubenbesitzern vor einem Feuerteufel. „Diese Brände haben eine neue, bisher nicht dagewesene Dimension erreicht. Bisher kannten wir das nicht“, so Frank Hoffmann, Vorsitzender des Stadtverbandes Dresdner Gartenfreunde e.V. Bislang hätte es ab und zu Vorfälle mit zündelnden Jugendlichen gegeben und auch das selten. „Wir gehen ganz klar von Brandstiftung aus, und dass es sich um einen Serientäter handelt“, ist sich der Gartenfreund sicher. So ein Brand kann die ganze Existenz eines „Laubenpiepers“ vernichten. Allein die Entsorgung der Abfälle koste mehrere Tausend Euro, da es sich um Sondermüll handele. Eine neue Laube schlägt mit bis zu 3 000 Euro zu Buche. „Gerade Senioren, deren Herz an ihrem Gartenhäuschen hängt und die damit viele Erinnerungen verbinden, fehlt oft die Kraft für einen Neuanfang“, so Hoffmann.

Viele Gartenvereine bieten eine Gemeinschaftsversicherung, die auch Brände absichert, an, berichtet er. Diese kostet rund 30 Euro im Jahr. Eine Häufung an Bränden bei Lauben und Containern konstatiert auch die Feuerwehr. Neben den vier Lauben brannten seit dem 1. Januar acht Container, so Sprecher Ralf Schröder.