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Bautzen

Kleinwelkaer Straßenärger

Zu schmal, in schlechtem Zustand, ohne Geh- und Radweg – mehrere Strecken in Bautzens Ortsteil bieten Anlass zur Kritik.

In Kleinwelka gibt es gleich mehrere Straßen, die in schlechtem Zustand sind. Zeitnah gebaut wird aber wohl nur an einem Zubringerweg zum Saurierpark. © dpa

Kleinwelka. Das Thema bekommt Bautzens Stadtspitze in Kleinwelka immer wieder zu hören, so auch in der Einwohnerversammlung in dieser Woche: An mehreren Stellen in der Ortschaft sorgen der Straßenzustand und die Verkehrssituation für Ärger.

Hauptstraße: Kein Aushängeschild für den Ort

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Die Hauptstraße als Zufahrt ins Ortszentrum ist in einem unwürdigen Zustand, kritisiert der langjährige Ortsvorsteher Friedemann Koban. Nötig wäre laut Stadt ein grundhafter Ausbau. „Ich kann Ihnen da aber keine großen Hoffnungen machen“, so Baubürgermeisterin Juliane Naumann. Denn andere Straßen in der Stadt hätten eine höhere Priorität.

Großdubrauer Straße: Fußgänger und Radfahrer leben gefährlich

Das brennt den Kleinwelkaern wirklich auf der Seele: Die Großdubrauer Straße Richtung Lubachau ist schmal und senkt sich an den Seiten. Angesichts des Durchgangsverkehrs, der hier meist recht zügig unterwegs ist, leben vor allem Fußgänger und Radfahrer gefährlich. Denn wer zum Sportplatz will, muss auf der Fahrbahn laufen, einen Gehweg gibt es nicht, auch keine Beleuchtung. Im Rathaus kennt man das Problem, ändern wird sich daran aber so schnell wohl nichts. Die Straße müsste grundhaft ausgebaut werden, doch dazu bräuchte die Stadt angrenzende Flächen. Andreas Rentsch, der bisher Mitglied im Ortschaftsrat war, schlug vor, als Alternative auf dem alten Bahndamm einen Fußweg zum Sportplatz anzulegen. Ob das ginge, soll nun geprüft werden.

Kleinseidauer Straße: Durchfahrt für Lkw verbieten?

Viele Klagen gibt es auch zur Verkehrssituation an der Kleinseidauer Straße in Richtung Saurierpark: Die werde immer mehr zur Rennstrecke, keiner halte sich an Tempo 30, der Lkw-Verkehr nehme immer mehr zu, sagen Anwohner. Die Stadt werde das Landratsamt bitten, dort öfter mal zu blitzen, sagte OB Alexander Ahrens (SPD). Das von den Kleinwelkaern geforderte Lkw-Verbot, lässt sich laut Ordnungsamtsleiter Olaf Trotzky aber nicht realisieren – weil es sich um eine Kreisstraße handelt.

Entlastung könnte der Ausbau einer schmalen Straße bringen, die vom Autobahnzubringer S 106 in Richtung Temritz abzweigt. Sie soll künftig für Besucher des Saurierparks der bequemste Anfahrtsweg sein, sie müssen dann nicht mehr durch die Dörfer. Der Ausbau der etwa anderthalb Kilometer ist eingeplant, nur der Zeitpunkt noch offen. Ebenso wann ein Geh- und Radweg in Richtung Saurierpark gebaut wird.