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Klimadiskussion fördert nachhaltige Reisen

Pünktlich zur CMT in Stuttgart, der weltweit größten Messe rund um die Themen Tourismus und Freizeit, gewähren Experten Einblick in die Reisetrends 2020.

© Thomas Kohler

Obwohl es viele Deutsche weiterhin in die Ferne zieht, erfreuen sich Ziele in der Heimat sowie beim Nachbar Österreich großer Beliebtheit. Einige der wichtigsten Trends zusammengefasst.

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CMT Stuttgart inspiriert Urlauber

Zwischen 11. und 19. Januar 2020 trifft sich die Tourismusbranche in der Landeshauptstadt Baden-Württembergs, um das Publikum für die aktuellen Reisetrends zu begeistern. Knapp 2.000 Aussteller werden vor Ort sein. Auch das große Gewinnspiel, das während der Stuttgarter Urlaubsmesse mit 50 attraktiven Preisen lockt, macht auf spannende Ziele aufmerksam. Zu Gewinnen unter anderem sind Traumreisen nach Teneriffa, Nizza, Südafrika und in die Toskana. „Weiter stehen Hausboot-Urlaube mit einem Tarpon für bis zu neun Menschen auf der Havel zur Mecklenburgischen Seenplatte (von Bootsreisen Ventelou) ganz oben auf der Preisliste sowie eine Woche mit der „Kilkenny“ auf Irlands Flüssen“, erklärt die Redaktion unter messe-stuttgart.de.

Touristen fordern Individualität und Nachhaltigkeit

Standards sind langweilig. Dahingehend sind sich anspruchsvolle Reisende längst einig. Statt im grauen Hotelbunker zu wohnen und an überfüllten Stränden wie Sardinen in der Büchse zu liegen, erwarten Urlauber das Besondere abseits des Übertourismus. Großer Nachfrage erfreuen sich deshalb unter anderem liebevoll eingerichtete Ferienhäuser, die ein Maximum an Privatsphäre bieten. Entsprechend groß ist das Angebot. Allein auf der Internetpräsenz des Hamburger Vermittlers von Unterkünften travanto.de sind mehr als 70.000 Ferienwohnungen beziehungsweise Ferienhäuser in Deutschland und Europa verfügbar. Das Angebot derartiger Vermittlungen reicht von Objekten an der deutschen Ostseeküste über Fincas im ländlichen Spanien bis hin zu Alternativen in europäischen Metropolen für Städtereisen. Der Verzicht auf Flugreisen ist in vielen Reiseblogs ein großes Thema. Nachhaltig Orientierte entscheiden sich für das langsame Reisen mit dem Zug, um die Umwelt zu schonen und den Weg ans Ziel bewusster zu genießen. Auch der Wunsch nach Unterstützung lokaler Erzeuger und Anbieter ist kaum zu übersehen. Welche Unterkunft gebucht, in welchen Ladengeschäften eingekauft und Restaurants gegessen wird, entscheiden Weltenbummler immer kritischer. Das Verantwortungsbewusstsein für Mensch, Tier und Umwelt ist gestiegen.

Top-Ziele 2020 von Jordanien bis Sansibar

Beim Blick auf Experteneinschätzungen für das Reisejahr 2020 ergibt sich eine lange Liste an potenziellen Top-Zielen. Unter anderem hat TUI Deutschland für die kommende Sommersaison das Angebot für Reisen nach Griechenland, in die Türkei und auf die Kanaren sowie die Balearen stark ausgebaut. Anlässlich der CMT erklärt der touristische Geschäftsführer Stefan Baumert, dass Kunden vermehrt das individuelle und besondere Erlebnis suchen sowie die Nachfrage nach grünen Reisen kontinuierlich steigt. „Unsere Gäste buchen immer mehr nachhaltige Ausflüge, die die Umwelt schonen oder in besonderem Maße der lokalen Bevölkerung zugutekommen“, wird Baumert in einer Pressemeldung der TUI Deutschland GmbH zitiert (Quelle: presseportal.de). Als weitere Trendziele werden Italien, Ägypten, Österreich, Deutschland, Karibik, Malediven, Südostasien und die USA genannt. Neben bekannte Klassiker gesellt sich das eher weniger bekannte Ziel Sansibar, eine Inselgruppe von Tansania vor der Küste Ostafrikas. Es locken paradiesische Strände und vielfältige Kultur. Zunehmende touristische Erschließung ist auf den Kapverden zu beobachten. Das milde Klima während des ganzen Jahres lockt zahlreiche Touristen auf die Atlantikinseln.

Spiegel Online hat Reisetipps von Experten mehrerer Reiseveranstalter zusammengefasst, wodurch ein Arrangement spannender Inspirationen entstand. Empfohlen wird beispielsweise eine Jeeptour durch das Wüstental Wadi Rum in Jordanien, während Urlauber in eine andere Welt eintauchen können. Ein Höhepunkt zudem der Besuch der archäologischen Stätte Petra in der jordanischen Wüste, die eindrucksvolle Tempel und Grabstätten beherbergt. Aber auch die Hauptstadt Albaniens Tirana sowie Kasachstan, Armenien, Usbekistan, Slowenien und Georgien seien beliebte Destinationen. Für Liebhaber von Fernreisen seien Tokio, Nordkorea und Kolumbien interessant. Bahnreisenden wird der Genfer See ans Herz gelegt, der via Interrail-Ticket gut erreichbar ist und eine attraktive Fahrt mit eindrucksvollen Ausblicken verspricht. 

Dieser Artikel entstand in Zusammenarbeit mit dem externen Redakteur S. Julian.

© Thomas Kohler