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Edelmetall für Pirnas vorbildlichen Klimaschutz

Die Stadt bekommt in diesem Jahr den lang ersehnten europäischen Energie-Preis in Gold - weil sie mit mehreren Projekten bei der Jury punktete.

Stadtwerke-Chef Peter Kochan (l.) und Pirnas OB Klaus-Peter Hanke mit neuem Mobilitätsangebot: Ein von den Stadtwerken bereitgestelltes Elektro-Auto für Dienstfahrten von Rathaus-Mitarbeitern.
Stadtwerke-Chef Peter Kochan (l.) und Pirnas OB Klaus-Peter Hanke mit neuem Mobilitätsangebot: Ein von den Stadtwerken bereitgestelltes Elektro-Auto für Dienstfahrten von Rathaus-Mitarbeitern. © Egbert Kamprath

Lange hatte sich Pirna auf diesen Moment fokussiert, lange schon war das besondere Edelmetall anvisiert worden – und nun hat es geklappt: Die Stadt bekommt in diesem Jahr den European Energy Award (EEA) in Gold für vorbildlichen Klimaschutz. Nach Aussage des Rathauses spiele die Stadt damit nun auch in Sachen Klimaschutz und Energieeffizienz in der ersten Liga mit und befinde sich nun in einer Reihe mit Städten wie Zürich, Leipzig oder Nantes, die ebenfalls in diesem Jahr den goldenen Energie-Preis gewinnen.

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Pirna hat sich dabei quasi über Jahre auf den ersten Platz vorgearbeitet. Seit 2009 nimmt die Stadt auf Beschluss des Stadtrates an dem europäischen Wettbewerb teil. Nach den Silber-Zertifikaten in den Jahren 2010, 2013 und 2017 ist das diesjährige Edelmetall nun die erste Auszeichnung in der höchsten Kategorie. Diesen Preis habe insbesondere auch das vom Klimaschutzmanager Thomas Freitag geleitete Energieteam der Stadt Pirna – bestehend aus Mitarbeitern der Verwaltung, der Stadtwerke, der Städtischen Wohnungsgesellschaft sowie der Stadtentwicklungsgesellschaft – durch seine Arbeit ermöglicht.

Neue Fahrradgarage punktet

Doch wofür gibt es den Preis genau? Nach Auskunft des Rathauses spielen bei dem EEA-Wettbewerb sechs Handlungsfelder eine Rolle: Entwicklungsplanung, kommunale Gebäude, Versorgung und Entsorgung, Mobilität, interne Organisation sowie Kommunikation und Kooperationen. In diesen Handlungsfeldern müssen die Teilnehmer diverse Anforderungen erfüllen und Leistungen erbringen, die bewertet werden.

Laut der Stadt habe Pirna n vielen Bereichen gute Punktzahlen erreicht. Honoriert wurde beispielsweise, dass Pirna sehr gute Personalressourcen für diese Arbeitsfelder zur Verfügung stellt – unter anderem das kommunale Energieteam.

Besonders gut schnitt die Stadt auch bei der Mobilität ab. Hervorzuheben ist dabei die neue abschließbare Fahrradgarage, die seit Kurzem am Busbahnhof steht und dazu dient, das Pendler vor allem hochwertige Räder dort sicher abstellen können. Punkte gab es auch dafür, dass die Stadt-Mitarbeiter bei Diensttouren zunehmend auf Dienstfahrrädern unterwegs sind und dass die Stadtwerke Pirna ein Elektro-Auto bereitstellen, dass die Rathaus-Mitarbeiter für Dienstfahrten nutzen können.

Ökostrom für kommunale Gebäude

Im Bereich Versorgung wurde gut benotet, dass die Stadt beispielsweise zu 100 Prozent Ökostrom von den Stadtwerken bezieht für das Licht in kommunalen Gebäuden und bei Straßenlampen. Lobend erwähnt wird auch das vom Stadtrat verabschiedete Klimaschutzkonzept sowie der Verkehrsentwicklungsplan 2030, in dem auch Klimaschutz-Ziele manifestiert sind.

Der EEA generell ist ein europäisches Zertifizierungs- und Qualitätsmanagement-System, das Kommunen dabei unterstützt, ihren Energieverbrauch zu erfassen und zu bewerten. Bei der Zertifizierung werden sowohl Stärken und Schwächen analysiert als auch Potenziale identifiziert, um Energie zu sparen und mehr erneuerbare Energien in kommunalen Einrichtungen einzusetzen.

Den EEA erhält laut des Rathauses eine Kommune, wenn sie mindestens 50 Prozent der Projekte umsetzt, die seit Beginn des Prozesses von akkreditierten EEA-Beratern begleitet werden. Denn EEA in Gold gibt es, wenn mindestens 75 Prozent des Projekt-Kataloges umgesetzt sind.

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