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Klingenberg in 15 Jahren

Die Gemeinde sucht Vorschläge, wohin die Reise gehen soll. Jetzt sind die Bürger gefragt.

© Egbert Kamprath

Von Anja Ehrhartsmann

Klingenberg. Mit einem Affenzahn sausten die Kinder auf der neuen Seilbahn durch die Luft, als der langersehnte Spiel- und Bolzplatz 2006 in Pretzschendorf eingeweiht wurde. Dort, wo früher das Rittergut stand, wurden Rutsche, Schaukel und ein futuristisch anmutendes Klettergerät aufgebaut. Nicht nur für die angrenzende Grundschule ist der Spiel- und Bolzplatz seither ein Anlaufpunkt, sondern auch für die Kindergartenkinder. Die Idee dazu geht auf das Ortsentwicklungskonzept zurück, das vor fast 15 Jahren für Pretzschendorf erarbeitet wurde. Seither hat sich viel verändert. Deshalb soll nun ein solches Konzept für die Gesamtgemeinde Klingenberg erstellt werden. Alle elf Ortsteile werden dazu genauer betrachtet. Und hier ist die Mithilfe jedes Einzelnen gefragt. Die SZ erklärt, wie das funktioniert.

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Wie können sich die Klingenberger Bürger jetzt beteiligen?
Arbeitsgrundlage für das Konzept ist es, möglichst viele Stärken und Schwächen in den einzelnen Ortsteilen aufzudecken. „Wir wollen so viel Rückmeldung wie möglich“, sagt Sabine Fischer von der Agentur für nachhaltige Projekte, die das Konzept erarbeitet. Auf den Bürgerversammlungen in Höckendorf und Pretzschendorf konnten Interessierte ihre Hinweise bereits anonym abgeben. Um noch mehr Einwohner zu erreichen, stellt die Gemeinde auf ihrer Internetseite nun ein Formular zum Ausdrucken bereit, das bis 22. März in der Gemeindeverwaltung abgegeben oder eingeworfen werden kann. Hinweise nehmen außerdem Sabine Fischer und das Begegnungszentrum in Colmnitz entgegen.

Welche Anregungen gibt es bisher aus den einzelnen Ortsteilen?
Vorschläge können für verschiedene Bereiche, die das Leben in der Gemeinde betreffen, eingereicht werden. Dementsprechend breit gefächert sind auch die bisherigen Anmerkungen. Aus Röthenbach und Friedersdorf kam etwa der Wunsch nach schnellem Internet. Das Dorfzentrum neu zu gestalten oder überhaupt einen zentralen Treffpunkt zu haben, ist Anliegen in mehreren Ortsteilen, etwa in Colmnitz und Röthenbach. In Klingenberg fehlt ein durchgehender Gehweg zwischen Sachsenhof und Eisenbahnbrücke. Einige Pretzschendorfer vermissen einen Kiosk im Freibad, außerdem fehlen Betreuungs- und Wohnmöglichkeiten für Senioren. Vielen liegt der Erhalt des Kulturhauses am Herzen. Auch für die Gesamtgemeinde wurden Vorschläge eingereicht. Zum Beispiel sollten die Busverbindungen in den Ferien verbessert werden. Auch ist die Ausschilderung von Wander-, Reit- und Radwegen nicht ausreichend.

Was passiert mit den Anregungen aus der Bürgerschaft?
Die eingegangenen Vorschläge werden von Sabine Fischer für jeden Ortsteil zusammengefasst und ausgewertet. Dies ist wiederum Grundlage für die Arbeitsgruppen, die nach Ortsteilen gebildet werden und allen Bürgern offenstehen. Zwei Treffen sind vorgesehen, im Frühjahr und im Herbst. Dabei sollen konkrete Maßnahmen erarbeitet werden, die möglichst nachhaltig und finanzierbar sind. Von April bis Juni will sich Sabine Fischer dann in den einzelnen Ortsteilen umsehen. Auch dazu sind die Bürger eingeladen, die Termine werden vorher bekannt gegeben. Ende des Jahres stehen die Ergebnisse dann fest. Diese werden der Öffentlichkeit präsentiert und dem Gemeinderat vorgelegt.

Das Formular zum Ausdrucken gibt es unter www.gemeinde-klingenberg.de in der Rubrik „Ortsentwicklung“.

Sabine Fischer ist erreichbar unter 035203 2323 oder per E-Mail an [email protected]