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Klinik klärt über Darmkrebs auf

Die Mediziner beginnen wieder mit ihren Vorlesungen für jedermann – zu einer Krankheit, die oft erblich bedingt ist.

© dpa

Von Thomas Möckel

Pirna. Das Klinikum auf dem Pirnaer Sonnenstein startet in dieser Woche in das neue Semester der Reihe „Vorlesung für Jedermann“. Zum Auftakt am 21. März geht es um das Thema „Darmkrebs – Vorsorge rettet Leben“, zu dem die Chefärztin und Leiterin des Darmzentrums, Dr. Judith Stiebitz, referieren und aufklären wird. Laut der Klinik steige das Risiko, dass sich die Darmschleimhaut bösartig verändere, ab dem 50. Lebensjahr. Aber auch jüngere Menschen können betroffen sein, wenn beispielsweise eine familiäre Vorbelastung besteht oder der Darm bereits chronisch entzündet ist. Das Tückische am Darmkrebs: Nach Aussage der Klinik werden erste Anzeichen meist nicht vom Patienten selbst erkannt – sie tun Verstopfungen ab oder nehmen verstecktes Blut im Stuhl nicht wahr. Denjenigen, die nicht vorbelastet sind, wird empfohlen, ab dem 50. Lebensjahr zur Darmkrebsvorsorge zu gehen. Ab dem 55. Lebensjahr wird auch eine Darmspiegelung als Vorsorge von den Krankenkassen bezahlt.

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Aus Sicht von Judith Stiebitz ist diese Vorsorge unheimlich wichtig. Werde Darmkrebs nämlich durch entsprechende Vorsorgeuntersuchungen frühzeitig erkannt, seien die Heilungschancen sehr gut. Und aufgrund der regelmäßigen Kontrollen können eventuell vorhandene gutartige Tumore rechtzeitig entfernt werden, sodass der Darmkrebs gar nicht erst entsteht.

Einer der großen Risikofaktoren für diese Krankheit sei laut Judith Stiebitz das familiäre genetische Risiko. Auch bei Menschen, die jahrelang an einer chronischen Darmentzündung leiden, kann Darmkrebs entstehen. Patienten mit Diabetes mellitus Typ II tragen ein erhöhtes Risiko in sich. Zudem fördert auch ungesunde Lebensweise die Entstehung von Darmkrebs.

Vorlesung für jedermann „Darmkrebs – Vorsorge rettet Leben“, 21. März, 16. 30 Uhr, Klinikum Pirna