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Sport

Klinsmann will zu Ex-Club VfB zurück

Nach dem Rücktritt des VfB-Präsidenten wurde die Rückkehr von Jürgen Klinsmann nach Stuttgart ins Spiel gebracht. Das rückt näher. Präsident will er aber nicht werden.

Der ehemalige Bundestrainer Jürgen Klinsmann kommt vielleicht zu seinem Ex-Club nach Stuttgart zurück. © Federico Gambarini/dpa

Stuttgart.  Eine Rückkehr von Jürgen Klinsmann zum VfB Stuttgart scheint realistischer zu werden. Ein erstes Gespräch über eine Zusammenarbeit mit seinem einstigen Club hat der ehemalige Fußball-Bundestrainer schon einmal geführt. "Der Informationsaustausch verlief sehr positiv", sagte Klinsmann der "Stuttgarter Zeitung". Nach Angaben der Zeitung hat sich der 54-Jährige mit den Aufsichtsräten des Zweitligisten, Wilfried Porth und Hermann Ohlicher, sowie dem kommissarischen Clubchef Bernd Gaiser getroffen. "Es werden weitere Treffen folgen", sagte der einstige Torjäger. Über Inhalte äußerte er sich nicht.

Der Verein bestätigte den Austausch mit ihrem früheren Star über ein mögliches Engagement. "Wir führen viele Gespräche. Das ist ein laufender Prozess. Wir tauschen uns auch mit Jürgen Klinsmann aus", sagte der kommissarische Clubchef Bernd Gaiser am Montagabend.

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Der in Kalifornien lebende Klinsmann soll sich offenbar vorstellen können, das neu geschaffene Amt des Vorstandsvorsitzenden der VfB Stuttgart AG zu übernehmen. "Der Posten als Präsident, der künftig vor allem repräsentativ ausgerichtet sein soll, kommt für ihn dagegen nicht infrage", schrieb die "Stuttgarter Zeitung".

Klinsmann spielte von 1984 bis 1989 für die Schwaben. In 156 Bundesliga-Spielen traf er 79 Mal. Die jüngste sportliche Krise seines Herzensclubs mit dem nächsten Abstieg aus der Bundesliga und Unruhen aufgrund etlicher Personalrochaden dürften ihm wenig gefallen. Sportvorstand Thomas Hitzlsperger wurde von Klinsmann noch bei der Heim-WM 2006 trainiert, nun könnte er gemeinsam mit ihm Führungsarbeit bei den Schwaben übernehmen.

Der damalige Fußball-Bundestrainer Jürgen Klinsmann (l) und und sein Nachfolger Joachim Löw, aufgenommen in Stuttgart  im Juli 2006. © Matthias Schrader/dpa

Nach der abgebrochenen Mitgliederversammlung und dem Rücktritt von Präsident Wolfgang Dietrich vor zwei Wochen wurde der Weltmeister von 1990 von verschiedener Seite - unter anderen von Baden-Württembergs Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann - für einen verantwortungsvollen Posten bei den Stuttgartern ins Spiel gebracht. "Wenn jemand vom VfB Stuttgart anruft - egal aus welchem Grund - wird er immer ans Telefon gehen. So war das auch in der Vergangenheit immer", hatte sein Medienberater Roland Eitel der Deutschen Presse-Agentur gesagt.

Fakt ist, dass beim Bundesliga-Absteiger wichtige Führungspositionen nicht besetzt sind. Ein neuer Präsident soll am 15. Dezember auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung gewählt werden. Zum anderen ist der Posten des Vorstandsvorsitzenden für die schon länger ausgegliederte Fußball AG des VfB unbesetzt.

Die U-19 der Schwaben von Trainer Nico Willig, in der vergangenen Saison Interimscoach des Bundesligisten, nahm gerade an einem internationalen Turnier in Klinsmanns Wahlheimat Kalifornien teil. Ob er den früheren Nationalstürmer gleich mitbringen würde, wurde Willig von der "Stuttgarter Zeitung" und den "Stuttgarter Nachrichten" in der vergangenen Woche gefragt. "Für die Reiseplanung bin ich nicht zuständig", hatte der 38-Jährige lachend geantwortet. (dpa)

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