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Klitzeklein und heiß geliebt

In der alten Ritterburg Kriebstein werden zum Saisonauftakt Kinderträume wahr.

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© Dietmar Thomas

Kriebstein. Irgendwas hatte jeder: eine Puppenstube oder einen Kaufmannsladen. Wie die in der Zeit um 1900 aussahen, zeigt eine Sonderausstellung mit dem Titel „Klitzeklein und heißt geliebt“ auf Burg Kriebstein. Sie wird am Sonnabend um 14 Uhr eröffnet und ist dort bis 31. Oktober zu sehen.

Die Puppenhäuser, -stuben und eine Schule im Miniformat stammen aus dem Fundus von Schloss Rochlitz sowie von der Sammlerin Dorothea Rüb aus dem sachsen-anhaltinischen Gröst. Seit sie vor fünf Jahren in den Vorruhestand gegangen ist, kann sie ihrer Leidenschaft frönen. Ihre älteste Puppenstube stammt aus dem Jahr 1840 und ist ein Geschenk ihres Mannes Wolfgang. Der hatte sie bei einem Trödler entdeckt.

Damals war vom einstigen Charme der Puppenstube aus der Biedermeierzeit wenig übrig. Von der Verwandlung können sich die Besucher genauso überzeugen wie von der Vielfalt der liebevollen Details: ein fingernagelgroßes Bügeleisen, Besteck, das wenig mehr als einen Zentimeter misst und eine Badewanne, in die nur eine Kinderhand voll Centstücke passen. Es gibt jede Menge zu entdecken - allerdings nur hinter Glas. Sonst könnte es dem einen oder anderen Besucher so sehr in den Fingern jucken, dass er kurzerhand beginnt, Möbel oder Figuren zu rücken.

Ebenfalls hinter Glas ist Miniaturspielzeug aus dem Erzgebirge zu sehen. Dutzende kleine Fahrzeuge hat Sammler Albrecht Krenkel aus Burgstädt aufgebaut, ungefähr 2 000 gehören zu seinem Fundus.

Mit dieser Sonderausstellung startet Sachsens schönste Ritterburg in die neue Besuchersaison. In der sind erstmals zwei neue Führungen im Angebot: um die Burg herum sowie in Begleitung eines Zimmermädchens, das aus Zeiten plaudert, in dem die Familie von Arnim noch Burgherr war. Außerdem wird das Burgfest erstmals über vier statt nur zwei Tage gefeiert.

Mehr unter www.burg-kriebstein.eu.