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Zittau

Kloster Marienthal nimmt Berufspendler auf

Mitarbeiter aus Polen und Tschechien, die von der Corona-Grenzschließung betroffen sind, können in der Abtei übernachten. Die Ersten nutzen das Angebot.

Berufspendler aus Tschechien und Polen können auch in historischen Gemäuern übernachten. Dieses Angebot macht das Kloster St. Marienthal den betroffenen Mitarbeiter aus dem Ausland.
Berufspendler aus Tschechien und Polen können auch in historischen Gemäuern übernachten. Dieses Angebot macht das Kloster St. Marienthal den betroffenen Mitarbeiter aus dem Ausland. ©  Archivfoto: Matthias Weber

Hinter historischen Mauern übernachten - dieses Angebot macht das Kloster St. Marienthal schon seit Jahren. Bisher nur Pilgern, Radwanderern oder Erholungssuchenden. Nun bieten die Nonnen auch ausländischen Ärzten und Pflegekräften, die von den Grenzschließungen nach Polen und Tschechien betroffen sind, an, im Kloster an der Neiße zu übernachten.

Eine tschechische Krankenschwester habe sich bislang gemeldet, die arbeitsbedingt eine Unterkunft auf deutscher Seite sucht. Weitere Anfragen habe es nicht gegeben, erklärt Äbtissin Elisabeth Vaterodt. Genutzt werden die Gästezimmer, die von den Ordensschwestern als schlicht und zweckmäßig beschrieben werden, aber von den eigenen Mitarbeiterinnen des Klosters. Es handele sich um drei Pflegerinnen aus Polen, die sonst täglich pendeln.

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Für etwa acht bis zehn Tage bleibt nun eine dieser Mitarbeiterinnen im Kloster, danach wechselt sie sich mit einer Kollegin ab. Nach ihrer Rückkehr nach Polen müssen sie jeweils zwei Wochen in häuslicher Quarantäne verbringen. "Bei uns müssen sie nicht in Quarantäne sein, denn sie kommen ja nicht als einreisende polnische Bürgerinnen, sondern sind als Pflegekräfte bei den Grenzbehörden gemeldet", weist die Äbtissin hin und fügt hinzu, dass sie allerdings alle hygienischen Vorschriften einhalten müssen.

Bisher habe der Wechsel, der auch nur deshalb möglich ist, weil es sich um Pflegepersonal handelt, problemlos funktioniert. So konnte die Arbeit im Kloster immer abgedeckt werden, erklärt die Mutter Oberin. "Da man davon ausgehen kann, das es nur für eine überschaubare Zeit ist, tragen das die Mitarbeiterinnen und deren Familien auch mit", ist die Äbtissin glücklich. Alle hoffen, so die Mutter Oberin, dass der Grenzverkehr dieses Jahr wieder gelockert wird.

Die anderen polnischen Mitarbeiter, zum Beispiel aus dem Bereich Hauswirtschaft, können momentan nicht einreisen und sind weiterhin in Kurzarbeit.

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