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Knöllchen für früheren LKA-Chef

Wenn es blitzt, flattert meistens auch ein Knöllchen ins Haus. Das erlebte nun auch Jörg Michaelis, Ex-Chef des Landeskriminalamtes Sachsen.

© Symbolbild/Armin Weigel/dpa

Dresden. Es geht den Menschen wie den Leuten und Polizeipräsidenten wie gewöhnlichen Autofahrern. Wenn es blitzt, flattert meistens auch ein Knöllchen ins Haus. Das erlebt nun auch Jörg Michaelis, Ex-Chef des Landeskriminalamtes Sachsen (LKA) und seit Mai 2017 Präsident des Polizeiverwaltungsamtes, das sich ebenfalls in der Neuländer Straße in Dresden befindet. Schon am 7. Juni wurde der 57-Jährige abends in der Dresdner Hansastraße geblitzt. Offenbar auf dem Heimweg hatte der Ford-Fahrer 71 Sachen auf dem Tacho, erlaubt waren gerade 50. Für diese Unachtsamkeit auf einer der größten Magistralen der Stadt drohen dem Juristen nun ein Punkt in Flensburg und 80 Euro Bußgeld.

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Michaelis akzeptiert die Strafe nicht. Am Freitag hatte er einen Termin am Amtsgericht Dresden, wo der Mann, man muss es sagen, Anfang der 90er-Jahre selbst einmal die Richterrobe getragen hatte. Zum Vorwurf schwieg Michaelis und überließ das Reden Anwalt Andreas Schieder. Und der hat tatsächlich eine Spitzfindigkeit gefunden. Er fragte, ob das Traffistar genannte Laser-Messgerät überhaupt zertifiziert sei. Richter Herbert Dietz, leicht verdutzt, sagte, eine solche Frage habe er schon seit Jahren nicht mehr gehört. Er hat nun wie von Michaelis gefordert, den Prozess vertagt und ein Gutachten beauftragt. (SZ/lex)

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