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Knöllchenflut in Johannstadt?

Auf der Alfred-Schrapel-Straße kontrolliere das Ordnungsamt zu oft, sagen Anwohner. Dabei haben sie es selbst gerufen.

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© Symbolbild: dpa

Die Parksituation in der nördlichen Johannstadt ist seit jeher angespannt. Derzeit wird sie jedoch durch Wohnungsbau auf der Alfred-Schrapel-Straße noch verschärft. Doch genau das hat offenbar auch das Ordnungsamt erkannt und kontrolliert teilweise sogar zweimal täglich und verteilt Strafzettel. So zumindest hat es Anwohner Christian Stumpp beobachtet. „Insbesondere werden Strafzettel wegen Parkens auf dem Gehweg verteilt, obwohl der als solcher gar nicht mehr nutzbar ist“, schreibt Stumpp. Zudem werde beim Parken im Parkverbot neuerdings auch die Dauer einbezogen. Dadurch könnten sie nun 20 statt 10 Euro verlangen, so Stumpp. Er hat das Gefühl, dass sich die Stadt an der Parkplatznot bereichert.

Das sieht man beim Ordnungsamt naturgemäß anders. Es habe nämlich mehrere Bürgerbeschwerden über Falschparker am Käthe-Kollwitz-Ufer, vor allem über zugeparkte Kreuzungen und Einmündungen gegeben. Deshalb werde der Bereich um die Alfred-Schrapel-Straße kontrolliert. Zum Vorwurf, dass man hier mit dem Parkplatzmangel schneller Geld verdiene, schreibt das Amt: „Weder den einzelnen Mitarbeitern noch dem Sachgebiet Verkehrsüberwachung sind fiskalische Interessen vorzuwerfen. Auch im Umfeld von Baustellen oder bei sonstigen Einschränkungen sind die Straßenverkehrsvorschriften einzuhalten, um für alle Verkehrsteilnehmer die Behinderungen so gering wie möglich zu halten.“

Die Mitarbeiter des Ordnungsamtes bekommen täglich Streifengebiete zugeteilt. Die werden auch aufgrund von Bürgerbeschwerden ausgewählt. Konkret werde rund zweimal wöchentlich auf der Alfred-Schrapel-Straße kontrolliert. Dies entspreche den Kontrollintervallen in vergleichbaren Gebieten. (SZ/kh)