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Dresden

Kochen, essen, Gutes tun

Bei der Küchenparty von Gerd Kastenmeier kam eine Rekordsumme zusammen. Die Idee brachte TV-Moderator Peter Escher nach Dresden.

Promi-Koch Gerd Kastenmeier hat gemeinsam mit anderen Gastronomen für den guten Zweck gekocht. Petra Lauber vom Verein Aufwind will das Spendengeld für neue Schulranzen nutzen.
Promi-Koch Gerd Kastenmeier hat gemeinsam mit anderen Gastronomen für den guten Zweck gekocht. Petra Lauber vom Verein Aufwind will das Spendengeld für neue Schulranzen nutzen. © Sven Ellger

Es war die fünfte Wein- und Küchenparty, aber sie fand zum letzten Mal im Kurländer Palais statt. Denn das Restaurant „Kastenmeiers“ ist inzwischen ins Taschenbergpalais umgezogen. Für die Spendenaktion wurden nun noch einmal die alten Räume genutzt – und auch dort war der Spendentopf am Ende gut gefüllt. 75.000 Euro, das ist ein neuer Rekord für diese Veranstaltung, gehen nun an die beiden Vereine Aufwind Kinder- und Jugendfonds und Albert-Schweitzer-Kinderdorf Sachsen.

Mehr als 280 Gäste kamen zur letzten Party im Kurländer Palais, bis 23 Uhr waren bereits 60.000 Euro zusammengekommen. Das Konzept hinter der Wein- und Küchenparty: Etliche Gastronomen und Winzer bewirten die Gäste mit allerlei Leckereien. So steuerten etwa das Hotel Gewandhaus Weiderind-Pastrami und das Dresdner Backhaus Brotspezialitäten bei. Kastenmeier selbst bereitete Sashami von einem 65-Kilo-Thunfisch zu. Insgesamt 13 Restaurants beteiligten sich an der Aktion. Die Idee für dieses sogenannte  Fundraising-Event hatten TV-Moderator Peter Escher und der Unternehmer Peter Musil vor zehn Jahren aus Leipzig mitgebracht und gemeinsam mit Promi-Koch Gerd Kastenmeier in Dresden umgesetzt. Nach fünf Jahren „Kochgala“ entstand das Konzept der „Küchenparty“, die nun zum fünften Mal stattfand. Insgesamt wurden in fünf Jahren bei der Küchenparty 260.000 Euro gesammelt.

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Neue Schulranzen und ein Familien-Auto

Der Verein Aufwind will mit dem Spendengeld erneut das Schulranzenprojekt finanzieren. Im vergangenen Jahr hatte der Verein damit 435 Erstklässlern einen Schulranzen kaufen können, deren Eltern sich die Ausgabe nicht hätten leisten können. Auch in diesem Jahr unterstützt die Stadt dieses Projekt wieder bei der Organisation. Vereinsvorsitzende Petra Lauber weiß aus Erfahrung, wie wichtig ein richtiger Ranzen für die körperliche Entwicklung der Kinder ist. "Er stärkt auch das Selbstwertgefühl und ermöglicht einen gleichberechtigten Start als ABC-Schütze." Außerdem will der Verein das Geld dafür nutzen, dass Kinder aus sozial schwachen Familien in einem Verein Sport treiben können. Das Geld wird für Mitgliedsbeiträge, Sportkleidung oder die Teilnahme an Camps und Wettkämpfen benötigt.

Im Albert-Schweitzer-Kinderdorf leben Kinder, die aus verschiedenen Gründen nicht mehr bei ihrer Familie wohnen können. Zum Kinderdorf in Sachsen gehören sechs Häuser und eine Außenstelle in Brockwitz. Bis zu sechs Kinder leben mit ihren Pflegeeltern und deren Kinder zusammen in einem Haus. Weil derzeit ein achtes Haus leer steht, Mitte dieses Jahres aber von einer neuen Familie bezogen werden soll, soll das Spendengeld in die Renovierung des Hauses fließen. Außerdem soll für eine Familie in Steinbach ein Auto mit neun Plätzen gekauft werden. (SZ/noa)

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