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Kodersdorf treibt Straßenpläne voran

Bisher wurde nur darüber geredet, jetzt soll eine Machbarkeitsstudie klären, ob die Gemeinde mit einer neuen Straße entlastet werden kann.

© Archivfoto: André Schulze

Von Frank-Uwe Michel

Kodersdorf. Die gute Auslastung der Gewerbegebiete „Sandberg“ und „Kranichberg“ hat auch eine Kehrseite: Durch die sich ansiedelnden Unternehmen hat die Verkehrsbelastung in Kodersdorf in den zurückliegenden Jahren stark zugenommen und nun einen Stand erreicht, der die Gemeinde nach einem Ausweg suchen lässt. Eine Machbarkeitsstudie soll Klarheit darüber bringen, ob eine Verbindungsstraße zwischen der Kreisstraße K 8434 und dem Industriegebiet „Sandberg“ für Entlastung sorgen könnte. Außerdem soll eine mögliche Verbindung zum Gewerbestandort „Am Bahnhof“ betrachtet werden.

Dazu beschlossen die Gemeinderäte in ihrer jüngsten Sitzung, ein Ingenieurbüro für Verkehrsanlagen mit der Ausarbeitung der Studie zu beauftragen. Eingeplant sind dafür knapp 15 000 Euro, wovon reichlich 11 000 Euro über Fördermittel fließen sollen. Der von der Gemeinde aufzubringende Eigenanteil beträgt etwa 3 700 Euro und wird durch liquide Mittel abgedeckt. Vor allem erhoffen sich die Gemeinderäte durch die neue Trasse eine drastische Senkung des Lärmpegels und der Abgasimmission.

Im Rahmen der Machbarkeitsstudie sollen alle verfügbaren Verkehrsdaten recherchiert werden. Außerdem soll die mögliche Erweiterung des Gewerbegebietes „Sandberg“ in nördlicher Richtung in die Betrachtungen einfließen. Schließlich geht es um die Prüfung der Leistungsfähigkeit des Verkehrsknotens B 115 und K 8434 und die sich daraus ergebenden baulich notwendigen Veränderungen. Darüber hinaus soll das Ingenieurbüro aufgrund der räumlichen Gegebenheiten einen Trassenvorschlag herausarbeiten und eventuell vorhandene Raumhindernisse benennen. Vom Gemeinderat erwartet werden zudem Aussagen zum erforderlichen Genehmigungsverfahren und den zu erbringenden Fachgutachten. Bestandteil der Machbarkeitsstudie sind überdies eine überschlägige Kostenschätzung sowie ein Zeit- und Ablaufplan.

Schon im vergangenen Jahr war die Vorplanung der Umgehungsstraße im Haushaltsplan enthalten und soll nun auch 2018 darin ausgewiesen werden.

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