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Züchter zeigen Langohren und Federvieh

Insgesamt 315 Tiere sind im Vereinsheim in Kodersdorf zu sehen. Dort spielt aber auch das Thema Wolle eine große Rolle.

© André Schulze

Von Frank-Uwe Michel

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Lutz Golibrzuch kann aufatmen. In diesem Jahr müssen die Mitglieder des Kleintierzüchtervereins Kodersdorf kein Katastrophenszenario bewältigen. Weder Vogelgrippe noch Kaninchenseuche haben Einfluss auf die Ausstellung an diesem Wochenende. Gezeigt wird deshalb die komplette Bandbreite – beim Wassergeflügel viele verschiedene Rassen an Gänsen und Enten, darüber hinaus Hühner, Zwerghühner, Wachteln und Tauben. Bei den Langohren reicht die Palette vom Zwergkaninchen bis zu Riesenschecken. „Wir sind mit unseren 70 Mitgliedern sehr gut aufgestellt, zeigen immerhin 315 Tiere“, freut sich der Vereinsvorsitzende über die rege Beteiligung. Allerdings hatte die Chinaseuche bei den Kaninchen zuletzt für Verluste in Größenordnungen gesorgt, auch bei den Kodersdorfer Züchtern. „Das war bis jetzt noch nicht vollständig zu kompensieren. Ich denke aber, wir haben das Beste daraus gemacht“, so Golibrzuch.

Unter dem schnatternden und gackernden Federvieh befinden sich in diesem Jahr auch einige Exemplare bedrohter Haustierrassen, unter anderem Thüringer Barthühner und ostfriesische Möwen. „Wir sind sehr daran interessiert, ihren Bestand zu sichern und die Besucher über die Wichtigkeit unseres Hobbys zu informieren“, erklärt der Vereinschef.

Alle Ausstellungsgäste dürfen sich an diesem Wochenende aber noch auf ein anderes Highlight freuen. So steht die Schau wie schon in den vergangenen Jahren unter einem bestimmten Thema. Waren es zuletzt Hochzeitstauben oder schwarze Enten und Hühner, geht es diesmal um Wolle. „Wir zeigen den Besuchern, wie ein Schaf geschoren wird, welche Unterschiede es zum Beispiel zur Alpaka-Wolle gibt und wie früher auch Angora-Kaninchen als Wolllieferanten herangezogen wurden“, erläutert Golibrzuch.

Die ersten Ausstellungsbesucher ließen sich schon am Donnerstagmorgen im Vereinsheim an der Torgaer Straße blicken. In einem Bus reisten vier Gruppen aus der Kodersdorfer Kita „Brüderchen und Schwesterchen“ an. Leiterin Doris Hennig: „Als die Ausstellung noch in der früheren Aktionshalle, dem heutigen Bauhof, stattfand, waren wir regelmäßig zu Gast. Am neuen Standort sind wir jetzt das erste Mal.“ Für die Kinder sei es sehr interessant, Hühner, Enten und Kaninchen aus nächster Nähe zu betrachten.

Geöffnet ist die Kleintierschau im Vereinsheim Kodersdorf an der Torgaer Straße am Sonnabend und Sonntag jeweils von 9 bis 17 Uhr.