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Koenig & Bauer baut Jobs ab – auch in Sachsen

Würzburg. Der fränkische Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) will aus den roten Zahlen und streicht dafür 1100 bis 1500 Arbeitsplätze. Der Aufsichtsrat habe den Plänen des Vorstands gestern zugestimmt, teilte das börsennotierte Unternehmen in Würzburg mit.

Würzburg. Der fränkische Druckmaschinenhersteller Koenig & Bauer (KBA) will aus den roten Zahlen und streicht dafür 1100 bis 1500 Arbeitsplätze. Der Aufsichtsrat habe den Plänen des Vorstands gestern zugestimmt, teilte das börsennotierte Unternehmen in Würzburg mit. Die Aufgabe oder der Verkauf von Standorten sei nicht ausgeschlossen.

In den ersten neun Monaten machte KBA 20,2 Millionen Euro Verlust, nachdem im Vorjahr noch ein Gewinn in den Büchern stand. Der Umsatz sank um 20 Prozent auf 729,9 Millionen Euro. KBA hatte in den vergangenen Jahren bereits etwa 2 000 Stellen abgebaut, aktuell sind rund 6 200 Mitarbeiter im Konzern beschäftigt.

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Die Verlagerung von Fertigungsaufgaben und der Abbau von Personal betreffen die fünf europäischen Standorte Würzburg, Radebeul (Sachsen), Frankenthal (Rheinland-Pfalz), Mödling (Österreich) und Dobruska (Tschechien). In Radebeul gehört Planeta zu KBA, dort arbeiten 1500 Menschen. Nach SZ-Informationen soll der Jobabbau den sächsischen Standort nicht so hart treffen wie andere. Details zu den Stellenstreichungen erfahren die Radebeuler Mitarbeiter heute auf einer Betriebsversammlung.

Die Branche steht im Zuge der Medienkrise seit Jahren unter Druck, weil das Geschäft mit Maschinen für den Druck von Zeitungen und Werbeprospekten lahmt. Anfang November hatte der Maschinenbauer bereits vor dem ersten negativen Jahresergebnis seit 2008 gewarnt. Für den Jahresabschluss 2013 ergebe sich wegen der jetzt beschlossenen Neuausrichtung ein Wertberichtigungsbedarf im mittleren zweistelligen Millionenbereich, kündigte KBA an. (SZ/dpa)