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Königsbrücker bekommt Bäume auf Parkplätzen

Die Diskussion über die Sanierung der Straße in Dresden geht weiter: Die Stadt will die breite Trasse optisch schmaler machen. Doch solche Ideen gefallen nicht allen.

© Norbert Millauer

Von Christoph Springer

Auf der neuen Königsbrücker Straße wachsen Bäume künftig auch auf Parkplätzen. Die Autofahrer müssen vorsichtig zwischen den Stämmen rangieren, wollen sie ihre Autos zwischen der Louisenstraße und dem Bischofsweg abstellen. Auch auf der Königsbrücker-Seite, die dem Postgebäude gegenüber liegt, sind im aktuellen Plan der Stadt vier von sieben großen Bäumen auf den Parkplatzstreifen eingezeichnet.

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Das letzte Wort ist zwar noch nicht gesprochen, aber die Planer wollen genau das: Bäume dort, wo auch Autos parken dürfen. Nicht auf dem gesamten Abschnitt zwischen Albertplatz und Stauffenbergallee und vielleicht auch nicht gegenüber dem Postamt. Auf jeden Fall aber auf dem Stück zwischen Louisenstraße und Bischofsweg, so Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). „Dieser Abschnitt ist städtebaulich sensibel“, sagte der Ressorchef aus dem Rathaus am Montagabend bei einer Bürgerversammlung im Romain-Rolland-Gymnasium. Die Bäume sollen deshalb die Straße „optisch verengen“. Gut sei das für den urbanen Charakter dieses Königsbrücker-Teils mit seinen Geschäften und Gaststätten.

Die Diskussion über die Sanierung der Königsbrücker Straße mitten in der Neustadt wird inzwischen längst nicht mehr so emotional geführt wie noch vor etwa einem Jahr. Die Planungsvariante 8.7. mit gemeinsamen Spuren für Autos und Straßenbahnen auf dem Mittelabschnitt ist seit Juni 2016 beschlossene Sache. Damit steht auch fest, dass es vor der Schauburg in den Bischofsweg keine Linksabbiegerspur mehr geben wird und dass die Straßenbahn oberhalb des Bischofswegs und zwischen Albertplatz und Katharinenstraße ein etwas erhöhtes Gleisbett bekommt.

Das gefällt nicht allen. So kündigte Mineralölhändler Jürgen Thauer schriftlichen Protest gegen die Planungsunterlagen an. Er fürchtet um die Zukunft seines Unternehmens, wenn Tanklaster nicht mehr wie bisher auf sein Grundstück nahe dem Albertplatz fahren können.

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Solche Einwände können während des Planungsverfahrens offiziell geäußert werden. Sie müssen dann abgewägt und falls nötig Änderungen vorgenommen werden. Die Stadt rechnet damit, dass diese Überprüfung der Baupläne bis zu zwei Jahre dauern kann. Baubeginn, so Schmidt-Lamontain, sollte 2018, spätestens aber 2019 sein. Das heißt, die Planer müssen sich jetzt sputen.