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Königstein will Ordnung auf dem Festungsvorplatz

Parkplatz, Haltestelle, Fußweg, Lagerfläche: Vor dem Eingang zur Festung herrscht Wirrwarr. Das soll nun gelöst werden.

© Norbert Millauer

Von Heike Sabel

Königstein. Auf der Festung Königstein wird ständig irgendetwas gebaut. Wie Baustelle sieht es mitunter auch auf dem Vorplatz aus, weil hier Material gelagert wird. Es rollen Baumaschinen, Autos, Reisebusse, zwischendrin schlendern Besucher auf dem Weg zum Festungseingang. Seit Jahren wird an einem Konzept gearbeitet, Ordnung auf dem Festungsvorplatz zu schaffen, das Areal zu gliedern und ansprechend zu gestalten. Diesmal soll es nicht bei bloßen Plänen bleiben.

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Was ist das Problem?


Das Durcheinander: Auf dem Festungsvorplatz fahren Autos, der Festungsexpress hält, Reisebusse halten für Ein- oder Ausstieg der Touristen, zwischendrin laufen Besucher umher. Das ist nicht nur gefährlich, sondern sieht vor allem, was die parkenden Pkws betrifft, auch nicht schön aus. Das Problem ist nicht neu. Schon 2007 hatte der Freistaat als Festungs-Eigentümer eine Konzeption für den Vorplatz erstellt. Es gab sogar einen genehmigten Bebauungsplan. Doch der galt nicht für den gesamten Bereich und wurde letztlich verworfen – auch, weil einige planungsrechtliche Belange nicht ausreichend bedacht waren. Nun gibt es einen zweiten Anlauf, der alles beachteten soll. Den ersten Schritt ist jetzt der Königsteiner Stadtrat gegangen. Mit dem Aufstellungsbeschluss für einen Bebauungsplan soll Baurecht geschaffen werden.


Wie soll der Platz künftig aussehen?


„Die Fläche ruft nach etwas Ansehnlichem“, sagte ein Vertreter des Staatsbetriebs Sächsisches Immobilien- und Baumanagement (SIB) auf der jüngsten Königsteiner Ratssitzung. Der Platz soll durch die Neugestaltung gewinnen. Vor allem der Bereich des Pkw-Parkplatzes mit der Lagerfläche sieht unordentlich und wirr aus. Welchen Raum die einzelnen Nutzungen künftig erhalten und wie sie miteinander verbunden werden, ist noch offen. Das sei erst in weiteren Schritten zu erarbeiten, heißt es. Wichtig ist aber, dass kein bisheriger Nutzer ausgeschlossen wird.


Wann wird der Platz umgebaut?


Einen Termin gibt es noch nicht. Jetzt geht es erst einmal um das Baurecht und parallel um die Planung. Ein Baustart innerhalb der kommenden beiden Jahre sei unwahrscheinlich, so der SIB-Vertreter. „Es kann ein bisschen dauern“, warb er um Geduld. Geld für die Planung sei da, und es werde mit Sicherheit im Anschluss auch Geld für die eigentlichen Bauarbeiten geben.

Festungschefin Angelika Taube bedankt sich trotzdem schon einmal beim Stadtrat und dem Freistaat für die Unterstützung. Sie hofft, dass es nicht zu lange dauert, bis der Vorplatz ein einladendes Antlitz bekommt.