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Das ist die neue Sandsteinkönigin

In Königstein wurde am Sonnabend gewählt. Als Kulisse diente das denkmalgeschützte Areal der Bienermühle.

Gestatten: Rebbeca Maria Richter - die neue Sandsteinkönigin von Königstein. Bei der Wahl am Sonnabend brachte ihr Querx "Johannes" von Künstler Christian Hasse (re.) Glück.
Gestatten: Rebbeca Maria Richter - die neue Sandsteinkönigin von Königstein. Bei der Wahl am Sonnabend brachte ihr Querx "Johannes" von Künstler Christian Hasse (re.) Glück. © Marko Förster

Wahlen von Königinnen, Prinzessinnen und anderen Repräsentantinnen wurden in diesem Jahr meistens coronabedingt abgesagt. Der Malerwinkel-Verein von Königstein hatte sich jedoch entschieden, am Sonnabend eine Ausnahme zu machen. Denn es galt, eine neue  Sandsteinkönigin zu wählen. Möglich war das, weil das Areal der Bienermühle begrenzt ist und damit auch die Besucheranzahl gesteuert werden konnte. 

Besucher kamen am Sonnabendabend zahlreich in den Hof der Bienermühle. Im einzigartigen Flair lauschten sie zunächst Rockgitarrist Tino Z., um danach gemeinsam eine neue Majestät zu wählen - die inzwischen dritte Sandsteinkönigin.

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Matthias Hinz, der Vorsitzende des Malerwinkel-Vereins eröffnet die Wahl. Jede Frau ab 16 Jahren, hätte die Chance nutzten können. Allerdings fanden sich nur zwei Kandidatinnen. Immerhin. Denn im Vorfeld hatte sogar nur eine Bewerberin ihr Interesse bekundet. Jetzt hatten die Besucher doch noch die Auswahl. Und die fiel offenbar nicht leicht. 

Denn gleich zu Anfang stand die Frage: Kann es nicht auch zwei Königinnen geben? Das sahen die Statuten des Vereins jedoch nicht vor, also blieb wie immer die Qual der Wahl. Jeder im Publikum war stimmberechtigt - ganz demokratisch. Schließlich ging es um die nächste Repräsentantin der Stadt. Sie muss unter anderem den traditionellen Schifferumzug zu Fasching anführen und auch dem Weihnachtsmann beim Verteilen der Geschenke auf dem Weihnachtsmarkt helfen. 

Lokalmatadorin gegen Zugezogene

Das Publikum musste sich zwischen Rebecca Richter aus Königstein und Stefanie Kuschel aus Markersbach entscheiden. Die Königsteinerin konnte als Lokalmatadorin punkten. Immerhin ist sie auch als Stadträtin der Bürgerinitiative Königstein bekannt. Sie klettert gern, geht gern wandern und verbringt viel Zeit mit ihrer Familie. In ihrer Freizeit mischt sie in der Stadt mit. Derzeit studiert sie Bauingenieurwesen an der TU Dresden.

Aber auch von Stefanie Kuschel schienen die Gäste nicht abgeneigt. Die junge Frau ist vor sieben Jahren in die Sächsische Schweiz gezogen, geht ebenfalls gern wandern, ist aber vor allem mit ihren drei Kindern beschäftigt, kocht gern, fährt Fahrrad - auch von Markersbach nach Königstein. Tätig ist sie in der Wellnessbranche.

Schon die kurze Vorstellung ließ erahnen, dass beide Kandidatinnen im Rennen um Schärpe und Krone gleich auf waren. Nachdem beide die Fragen aus dem Publikum nach ihren Berufen und Hobbys beantwortet hatten, teilte Matthias Hinz die Wahlzettel aus. Darauf wurden die Namen der Bewerberinnen notiert. Danach zog sich die oberste Wahlkommission zurück, um die Stimmen auszuzählen.

In der Zwischenzeit hatte Christian Hasse, Künstler und Keramiker seinen Auftritt. Er hatte eine ganz besondere Überraschung mitgebracht, einen Querx. Das sind gute Kobolde, die auch in der Sächsischen Schweiz hin und wieder anzutreffen sind. Wenn etwas gut laufe, habe man vielleicht das Glück, dass sich die Querxe zeigen, sagte Christian Hasse. Damit dem Malerwinkel-Verein das Glück immer hold ist, haben sie nun selbst einen, der sich immer zeigen wird. Denn der Verein, der seit einigen Jahren die Bienermühle betreut, hat noch einiges vor. 

Mit Unterstützung der Kommune soll der Gebäudekomplex schrittweise saniert und so vor dem Verfall gerettet werden. Das großes Ziel des Vereins ist es, das Areal mit Ausstellungs- und Veranstaltungsräumen sowie Gastronomieangeboten zu  einem  neuen kulturellen Zentrum von Königstein werden zu lassen. Bereits jetzt können den Innenhof und der ehemalige Stall für Veranstaltungen genutzt werden. Als Christian Hasse vor zwei Jahren davon erfahren hat, sei es für ihn keine Frage gewesen. So etwas müsse man ganz einfach unterstützen, sagte er. Doch so schnell sind solche ambitionierten Ziele in dem Areal nicht zu erfüllen. Deshalb habe er sich gesagt, man fange erstmal mit einem Querx an.

Königsteinerin designt neues Kleid

Inzwischen hatte auch die Wahlkommission ihre Arbeit erledigt. Dann war die Königsteiner Designerin Beate Grigutsch an der Reihe. Sie hat das Kleid für die neue Sandsteinkönigin entworfen und verkündetet das Ergebnis. Die neue Majestät ist eine Königsteinerin: Rebecca Richter. Sie bekam 35 Stimmen. Stefanie Kuschel 21 Stimmen.

Natürlich war die Freude bei Rebecca groß. Sie ist damit die offizielle Nachfolgerin von Stefanie Füssel, der zweiten Sandsteinkönigin. Mit Krone, Schärpe und dem königlichen Kleid gönnte sich Rebecca dann auch gleich einen Spaziergang durch die Zuschauer, um die vielen Glückwünsche entgegen zu nehmen, und "um dem Volk zu danken", dass sie es gewählt hatte.

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