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Königstein plant neue Eigenheimsiedlung

In Königstein selbst fehlt der Platz für Häuslebauer. Am Fuße der Festung - in Leupoldishain - ist er da. Der Ortsteil wächst auch an anderer Stelle.

Im Königsteiner Ortsteil Leupoldishain könnten bis zu 15 Eigenheime gebaut werden.
Im Königsteiner Ortsteil Leupoldishain könnten bis zu 15 Eigenheime gebaut werden. © Steffen Unger

Der Traum vom Eigenheim - für viele Familien in und um Dresden bleibt er nicht nur wegen zu hoher Grundstückspreise unerfüllt, sondern vor allem wegen des fehlenden Angebots. Ein Problem, das die Stadt Königstein gern angehen möchte. In der Festungsstadt selbst sind freie Baugrundstücke mehr als Mangelware. Das liegt auch an der begrenzten Lage zwischen Elbe und dem Tal der Biela. Viel Spielraum für neue Eigenheimstandorte gibt es daher nicht.

Zuwachs auch im Gewerbegebiet

Potenzial sieht die Stadtverwaltung dafür an anderer Stelle. In Leupoldishain soll ein neues Wohnbaugebiet entstehen, kündigt Königsteins Bürgermeister Tobias Kummer (CDU) an. An der Straße Am Hügel, ganz in der Nähe zum Gewerbegebiet, sollen ein B-Plan-Gebiet entstehen, auf dem später zwischen zwölf und 15 neue Häuser gebaut werden könnten. Im September letzten Jahres hat es dazu bereits eine Einwohnerversammlung gegeben. "Dort wurden die Pläne vorgestellt", sagt Kummer.

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Leupoldishain hat die Kommune nicht ohne Grund für solch ein Projekt ausgewählt. Der Ortsteil ist einer, der sich noch weiter entwickeln und wachsen kann. Nicht nur im Hinblick auf Häuslebauer. Auch wirtschaftlich soll sich in Leupoldishain in den nächsten Jahren einiges tun. Das ist zumindest der Masterplan, den Königstein verfolgt.

Auf ehemaligen Wismut-Flächen soll ein neues Gewerbegebiet entwickelt werden. Der Betrieb zieht sich bis 2021 weiter aus dem Königsteiner Ortsteil zurück. Ungenutzte Hallen und Gebäude werden abgerissen. Konkret geht es um bis zu 14 Hektar ehemaliges Wismut-Areal zu sichern, auf dem sich neue Betriebe ansiedeln sollen. "Wir stehen mit der Wismut in guten Verhandlungen", sagt Kummer noch Anfang Januar. Er hofft, in wenigen Wochen Vollzug anmelden zu können.

Stadtflucht macht sich bemerkbar

Mit neuen Firmen werden zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Damit gewinnt Leupoldishain auch als Wohnbaustandort an Bedeutung. "Deshalb wollen wir den Zuzug ermöglichen", sagt der Ratschef. Im benachbarten Pirna gäbe es laut Kummer kaum noch Flächen für neues Gewerbe oder Baugebiete. Die besten Lagen seien schon lange weg. Der Speckgürtel von Dresden werde zudem immer größer. Er reiche schon über Pirna hinaus. "Die Stadtflucht ist eingetreten. Das merken wir in Königstein stark an der Nachfrage", sagt Kummer.

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Der Rückbau in Leupoldishain soll 2021 beendet sein. Die freien Flächen will sich die Festungsstadt sichern. Aus eigener Kraft schafft sie das jedoch nicht.

Mit dem neuen Baugebiet in Leupoldishain will die Festungsstadt darauf reagieren. In zwei bis drei Jahren, so schätzt der Bürgermeister, sollen die ersten Häuslebauer loslegen können. Damit das klappt, will Königstein seine Hausaufgaben gut machen und für Baurecht sorgen.

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