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Ohne Finanzspritze kein Straßenbau

In Königstein droht der Elbhäuserweg in Richtung Bahngleise abzurutschen. Die Sanierung hat deshalb Priorität. Warum sich seit drei Jahren dennoch nichts tut.

Droht in Richtung Bahnschienen abzurutschen: Der Elbhäuserweg in Königstein.
Droht in Richtung Bahnschienen abzurutschen: Der Elbhäuserweg in Königstein. © Steffen Unger

Die Stadt Königstein hat im vergangenen Jahr ein wichtiges Straßenbauprojekt erneut nicht umsetzen können. Es geht um die Sanierung des Elbhäuserwegs. Dieser führt von der B 172 am Edeka entlang an der Bahnstrecke in Richtung Strand. "Seit 2018 warten wir auf Fördermittel, um die Straße auszubauen", sagt Königsteins Bürgermeister Tobias Kummer (CDU).

Vor knapp drei Jahren stellte die Kommune einen Antrag beim Landesamt für Straßenbau und Verkehr (Lasuv). Passiert ist seitdem nichts. "Es tut sich leider nichts", sagt Kummer. Und das, obwohl der Elbhäuserweg an einigen Stellen sehr marode ist. Die schmale Trasse droht laut Ratschef in Richtung Bahngleise abzurutschen. Dennoch müssen hier im Notfall Rettungsfahrzeuge wie Krankenwagen oder Feuerwehr entlang.

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Förderprogramm überzeichnet

Königstein hat mehrfach beim Landesamt nachgefragt, warum der Antrag nicht bearbeitet wird. "Das Förderprogramm ist hoffnungslos überzeichnet", erklärt Kummer. Zu viele Anträge stehen einem zu kleinen Fördertopf gegenüber. Das Landesamt kann deshalb nur einen Teil der Anträge bewilligen - nach Priorität. Der Elbhäuserweg scheint durch dieses Raster zu rutschen.

Königstein hofft dennoch weiter, die Fahrbahn sanieren zu können. Das geht laut Kummer nur mit finanzieller Unterstützung. "Wir haben das Projekt immer im Haushalt gehabt", sagt er. Auch im neuen Doppelhaushalt für 2021/22, an dem die Verwaltung derzeit arbeitet, soll es erneut eingeordnet werden. "Falls es überraschend doch Fördermittel gibt, können wir dann auch bauen", kündigt er an.

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