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Königsteiner Verwaltung soll überprüft werden

Kritik aus den Gemeinden gibt es schön länger. Eine subjektive Bewertung könnte helfen.

© Daniel Schäfer

Von Katharina Klemm

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Königstein. Seit über 17 Jahren übernimmt Königstein als erfüllende Gemeinde für Gohrisch, Kurort Rathen, Rosenthal-Bielatal sowie Struppen die meisten Verwaltungsaufgaben. In den Mitgliedsgemeinden sitzen meist nur noch der Bürgermeister und eine Sekretärin. Bau-, Ordnungs- und Standesamt sowie Kämmerei sind in Königstein. Angelegenheiten der Mitgliedsgemeinden werden dort bearbeitet. Dafür bezahlen sie eine sogenannte Verwaltungsumlage – und erwarten ordentliche Leistungen.

Doch schon seit einiger Zeit brodelt es in den Gemeinden. Königstein komme seinen Aufgaben nicht richtig oder nur sehr langsam nach, hieß es oft. Im vergangenen Jahr musste Königsteins Bürgermeister Tobias Kummer (CDU) Struppen, Gohrisch und der eigenen Stadt berichten, dass Geld vom Freistaat nicht rechtzeitig für den Straßenbau verwendet worden war. Daher mussten Summen von etwa 22 000 bis 35 000 Euro zurückgezahlt werden.

Im Gemeinschaftsausschuss, in dem Vertreter aller Mitgliedsgemeinden sitzen, verständigte man sich nun laut Kummer darauf, die Verwaltungsarbeit überprüfen zu lassen. Ziel sei es, die Strukturen effizienter zu gestalten. Angeregt habe das Königstein selbst, so Kummer. Man wolle als Dienstleister besser werden. Laut Struppens Bürgermeister Rainer Schuhmann kam die Anregung von den Mitgliedsgemeinden. Für so eine Überprüfung könnte man sogar 80 Prozent Förderung erhalten. Ob der Antrag gestellt wird, entscheidet der Stadtrat Königstein in seiner Sitzung am Montagabend.

29. Januar, öffentliche Stadtratssitzung um 18.15 Uhr im Sitzungssaal der Stadtverwaltung Königstein