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Dresden

Königsufer-Grundstücke wechseln Besitzer

Unter anderem besaßen die Arnhold-Nachfahren dort Land. Zwei der drei Käufer kommen aus Bayern. 

Auf dem Bild aus dem Jahr 2015 sind rechts die nun verkauften Flächen zu sehen. Auf dem Areal wachsen nach wie vor Bäume.
Auf dem Bild aus dem Jahr 2015 sind rechts die nun verkauften Flächen zu sehen. Auf dem Areal wachsen nach wie vor Bäume. © Archivbild: Sven Ellger

Drei Filetgrundstücksverbände am Königsufer wechselten am Mittwochvormittag bei einer Versteigerung am Amtsgericht Dresden den Besitzer. Es handelt sich um Flächen an der Köpcke- und der Wiesentorstraße, die jeweils Eigentümergemeinschaften gehörten. Um diese aufzuheben, war die Versteigerung angesetzt. An allen Grundstücken waren die Nachfahren der berühmten Dresdner Bankiersfamilie Arnhold Miteigentümer.

Das Interessante: Zwei der drei Flurstücksverbände gingen unter dem festgelegten Verkehrswert weg. So erwarb ein Hamburger, der lange im Immobiliengeschäft tätig war, aber auch ein Jachtberatungsunternehmen leitete, Flurstücke von rund 1.600 Quadratmeter Größe für 920.000 Euro. Ihr Verkehrswert lag jedoch bei 1,725 Millionen Euro. Auch zwei andere Flurstücke von rund 4.000 Quadratmeter Größe gingen mit 2,4 Millionen Euro deutlich günstiger weg als der auf 3,71 Millionen Euro festgesetzte Verkehrswert. Diese Flächen erwarb die KIB-Gruppe aus Nürnberg, die in Dresden keine Unbekannte ist. Sie hat bereits das Moritzhaus am Neumarkt gebaut. Dessen Dachgestaltung wurde unter anderem von der Gesellschaft Historischer Neumarkt kritisiert.

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Auch ein zweiter bayrischer Investor kam am Mittwoch zum Zuge. Ein Regensburger ersteigert die dritte vakante Fläche von 560 Quadratmetern Größe. Sie ging allerdings teurer weg. Statt des Verkehrswertes von 300.000 Euro zahlte die Firma 450.000 Euro. Außer dem Regenburger besaßen die beiden anderen Käufer bereits Teilstücke an den Flurstücksverbänden.

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Gebaut werden kann am Königsufer aber noch lange nicht. Die Stadt stellt erst einen Bebauungsplan dafür auf. Vorher hatte es einen Wettbewerb für einen Rahmenplan gegeben, in den auch Bürger einbezogen wurden. Gewonnen hat ihn der Entwurf der Berliner Architekten Bernd Albers und Günther Vogts. Dieser soll Grundlage für den B-Plan werden. (SZ/kh)