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Kohle wird meist im Sommer gekauft

Kerstin Otto vom Heizprofi-Fachhandel an der Straße Am Bahnhof in Niesky freut sich über den Schneefall.

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Von Carla Mattern

Ein bisschen hat sich Kerstin Otto den Schneefall herbeigesehnt. Sie sorgt als Verkäuferin für warme Stuben, warmes Wasser zum Baden oder eine heiße Ofenplatte zum Wasser und Kartoffeln kochen. Kerstin Otto verkauft in der Nieskyer Niederlassung des Heizprofi Fachhandels Görlitz Kohle. Briketts aus dem Ruhrgebiet und aus der Lausitz, als Pack oder lose: Was immer die Kunden bevorzugen. Die milde Witterung der vergangenen Monate hat dafür gesorgt, dass relativ wenig los war in dem kleinen Geschäft von Kerstin Otto. Doch selbst der erste Schneefall in diesem Jahr und die ersten Tagen mit Minustemperaturen haben keinen Kundenansturm gebracht.

Die Verkäuferin wundert das auch nicht. Erst einmal werden die Vorräte aufgebracht, dann nachgekauft. Die meisten Kunden sorgen schon im Sommer für den Winter vor. Das ist nicht verwunderlich. Schließlich kostet Kohle im Sommer weniger. Viele Kunden bevorzugen aus Kostengründen auch die lose Kohle. Die wird mit dem Multicar geliefert und dann von Hand selbst in den Vorratsschuppen oder Keller gebracht. Ob der verspätete Winter sich auf das Geschäftsjahr auswirken wird, das sei noch nicht klar, sagt Kerstin Ottos Chefin Heidrun Eichler aus Eibau. „Wir nehmen den Winter, wie er kommt.“