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Wirtschaft

Merkel: Kohleausstieg ist "Kraftakt"

Das Kabinett will in der kommenden Woche Eckpunkte für Maßnahmen für einen Strukturwandel in den betroffenen Kohleregionen beschließen. 

© dpa

Bundeskanzlerin Angela Merkel hat den bis 2038 geplanten Kohleausstieg in Deutschland als "Kraftakt" bezeichnet. "Wir müssen gesellschaftliche Akzeptanz für diesen Wandel hinbekommen", sagte Merkel am Dienstag in Berlin bei einer Rede vor den Delegierten des Petersberger Klimadialogs. Die CDU-Politikerin kündigte an, das Kabinett werde in der kommenden Woche Eckpunkte für Maßnahmen für einen Strukturwandel in den betroffenen Kohleregionen beschließen. Eingeschlossen seien Milliardenhilfen. Die Bundesregierung werde Zusagen einhalten, versicherte sie.

Merkel verwies auf den gesellschaftlichen Konsens zum Kohleausstieg, der in einer Regierungskommission erzielt wurde. Das Gremium mit Vertretern aus Wirtschaft, Gewerkschaften und Umweltverbänden hatte sich auf ein Konzept für einen schrittweisen Ausstieg aus er klimaschädlichen Kohleverstromung bis zum Jahr 2038 geeinigt. Die Regierung will dieses Konzept nun umsetzen. Merkel sprach von einer "ganz wichtigen Wegmarke".

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Bis 2050 soll der Ausstoß an Kohlendioxid (CO2), dem wichtigsten Treibhausgas, um 80 bis 95 Prozent unter dem Wert von 1990 liegen. CO2 entsteht vor allem durch die Verbrennung von Kohle, Öl und Gas, die Zementproduktion und andere Industrieprozesse. Die CO2-Konzentration liegt inzwischen mehr als 45 Prozent höher als in vorindustrieller Zeit, also vor 1750. Seitdem ist die Durchschnittstemperatur weltweit um rund ein Grad gestiegen. (dpa)