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Kommen die Kamele wieder?

„Circus Magic“ macht Radeberg nach seinem Gastspiel gleich zum Winterquartier. Wird er nun Dauer-Weihnachtszirkus?

© Thorsten Eckert

Von Jens Fritzsche

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Radeberg. Nein, macht Samuel Endres klar, das große Zirkuszelt bleibt abgebaut. „Wir sind in der Winterpause, und die verbringen wir nach unserem erfolgreichen Gastspiel hier in Radeberg“, sagt der Chef des kleinen Familienzirkus „Magic“. Seit Ende November ist der Zirkus hier zu Gast; aus dem anfänglich zunächst nur bis zum 3. Dezember geplanten Gastspiel war ja bekanntlich gleich noch die Idee zum „Radeberger Weihnachtszirkus“ geworden. Bis zum 7. Januar hatte sich der Zirkus dazu in eine kleine Weihnachtswunderwelt verwandelt, „und wir sind mit der Resonanz absolut zufrieden“, kommt der Zirkuschef regelrecht ins Schwärmen. Dabei war das Ganze so gar nicht geplant gewesen, aber weil dem Zirkus ein Anschluss-Gastspiel geplatzt war, „und weil uns die Radeberger gefragt hatten, ob wir nicht einfach mal einen richtigen Weihnachtszirkus organisieren könnten“, war die kleine Budenstadt mit den Kamelen, Pferden und Hunden auf dem Platz hinter der alten Turnhalle an der Pulsnitzer Straße geblieben.

Das Zelt ist nun mittlerweile abgebaut, die Wagen und das Stallzelt stehen noch. „Bis zum 5. Februar bleiben wir zunächst hier, ziehen dann nach Dresden-Weißig weiter“, verrät Samuel Endres. Und am liebsten, schiebt er gleich hinterher, am liebsten würde er zuvor noch einen Vertrag unterschreiben. Den Vertrag nämlich, im Dezember wieder nach Radeberg kommen zu können und hier an der Pulsnitzer Straße wieder einen Radeberger Weihnachtszirkus anzubieten. „Wir würden das gern dauerhaft machen, da lässt sich vieles auch besser planen und organisieren“, ist der Zirkuschef überzeugt. Und das Interesse der Radeberger sei in jedem Fall da, sagt er. Und so hat er nun in der Stadtverwaltung angefragt.

Michael Weber – in der Stadt für die Vermietung und Betreuung des Turnhallenareals zuständig – hätte jedenfalls nichts dagegen. „Der Zirkus hat sich an die Absprachen gehalten, auch die Nachbarn haben mir nur Positives erzählt – aus meiner Sicht spricht da zunächst nichts dagegen“, macht er deutlich. Im Übrigen hätte er auch aus finanzieller Sicht keine Einwände, fügt er an: „Die Fläche hinter der Turnhalle ist bisher maximal als Parkplatz für Veranstaltungen genutzt worden, aber wir haben sie bisher noch nie vermieten können – durch den Zirkus hatten wir nun erstmals Einnahmen dafür“, macht Michael Weber klar. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass demnächst nicht nur Dresden einen regelmäßigen Weihnachtszirkus hat, sondern auch Radeberg.