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Kommentar: Aufmerksam machen bleibt wichtig

Susanne Sodan über die Veranstaltungen zum Frauentag

Früher gab’s Blumen, heute gibt’s zum Frauentag jede Menge E-Mails. Es sind Ankündigungen zu Diskussionen, zu Kundgebungen, zu Lesungen. Es geht um Frauen in der Arbeitswelt. Es geht darum, warum Frauen zu wenig vertreten sind in den entscheidenden Gremien. Männertag ist da irgendwie entspannter. Da wird gewandert, bei der Feuerwehr gibt’s Bratwurst und statt mit Plakaten wird mit dem Bollerwagen losgezogen. Diese unterschiedliche Art und Weise, wie Frauen- und Männertag ablaufen, zeigt die Schwierigkeit: Frauen feiern nicht einfach, sie zeigen Missstände auf, schon lange. Das moderne Automobil ist ähnlich alt wie die moderne Frauenbewegung. Das Auto ist heute selbstverständlich, Gleichberechtigung nicht unbedingt. Zu schwarz sehen, generalisieren und anfangen, Frauen gegen Männer auszuspielen, sollte man auch nicht. Vieles hat sich getan und die Diskussionen über Ungleichbehandlung von Frauen sind gerade in den vergangenen Wochen sehr laut geführt worden. Aber ein strukturelles Problem wird man eben nicht in wenigen Wochen lösen. Gerade mit Blick auf die Wirtschaft und die Zahlen zu Minijobs und Leiharbeit sieht man, dass bis heute strukturelle Ungleichheiten vorherrschen. Was bleibt? Weiter aufmerksam machen. Im Landkreis Görlitz gibt es zum Beispiel ein Projekt, das das Thema Frauen im ländlichen Raum beleuchtet und auch untersucht, welche Bedingungen Frauen hier brauchen. Konkrete Vorschläge und Umsetzungen braucht es. Aber bei all dem Diskutieren und Demonstrieren sollte nicht vergessen werden: Erfolge kann man ruhig auch feiern.

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