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Kommentar: Belohnung? Klar! Mit Geld? Eher nicht.

Susanne Sodan über Geld für gute Noten auf dem Zeugnis

Susanne Sodan

Görlitz – Immer eine Reise wert

Die Stadt Görlitz wird von vielen als „Perle an der Neiße“ oder „schönste Stadt Deutschlands“ bezeichnet. Warum? Das erfahren Sie hier.

Ganz so gängig scheint Zeugnisgeld doch nicht zu sein. Ich habe auch keins bekommen. Ich weiß aber noch, manche Mitschüler bekamen bestimmte Geldbeträge fürs Zeugnis. Es ging da um vielleicht zwei Euro für eine Eins. Bringt das Motivation? Zumindest kann Zeugnisgeld eine Anerkennung sein. Wenn ein Kind oder ein Jugendlicher in einem Fach gekämpft hat – gerade, wenn es ihm nicht liegt – warum sollte man das nicht honorieren? Ob nun mit Geld, mit einem Ausflug oder einem kleinen Geschenk, das hängt sicher vom Alter, der Situation und dem Typ ab. Langfristige Motivation kann Geld aber nicht bringen. Es hilft auch nicht weiter bei ernsten Problemen in der Schule. Wer Gefahr läuft, eine Extrarunde drehen zu müssen, wird auch mit der Aussicht auf hundert Euro nicht mehr fix den fehlenden Schulstoff reinholen können. Sowohl für solche Situationen als auch für langfristigen Ansporn braucht es mehr: ein Ziel, motivierende Lehrer, ein Umfeld, das Mut macht. Gegen Geldbeträge spricht auch: Wie will man als Elternteil festlegen, welche Note welchen Betrag rechtfertigt? Jedes Kind hat Stärken und Schwächen. Und bei manchen Kindern ist eine Drei in Physik hart erkämpft – und vielleicht mehr belohnenswert als die Eins in Deutsch, die das Kind im Vorbeigehen mitnimmt.