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Kommentar: Besser planen, statt Einspurbahn bauen

Kay Haufe zur gescheiterten Verlängerung der Linie 11.

© Robert Michael

Auf der Ludwig-Hartmann-Straße ist sie gerade abgeschafft worden: die eingleisige Strecke für die Straßenbahn. Die Verkehrsbetriebe bemängelten dort lange Wartezeiten und bauten um.

Rauf auf den Sattel

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Doch für den Neubau der Trasse von Bühlau nach Weißig war genau diese Lösung geplant: Die Straßenbahn sollte in der Ortslage Weißig aufgrund der beengten Platzverhältnisse einspurig fahren. Für mich war diese Variante von vornherein fragwürdig. Wie will man mehr Fahrgäste gewinnen, wenn die Bahn nicht schneller vorankommt als der Bus?

Hinzu kommt, dass der Autoverkehr auf der B 6, die durch den Ort verläuft, unter der Straßenbahntrasse gelitten hätte. Doch wenn man neu plant, sollte eine Entlastung aller Verkehrsteilnehmer und der Anwohner das Ziel sein. Deshalb ist die Entscheidung zum Stopp des Projektes richtig. Stattdessen sollte über andere Linienführungen nachgedacht werden, auch wenn es geschützte Flächen betrifft. Denn ein Kompromiss, der keinem hilft, ist keiner.

Jetzt muss schnellstmöglich eine neue Verkehrslösung für den Ullersdorfer Platz her. Dort verpassen täglich Dutzende Dresdner ihre Bus- und Bahnanschlüsse.