merken

Kommentar: Das Rad bei Schnee lieber stehen lassen?

Kathrin Krüger-Mlaouhia über die Gefahr des Radfahrens im Winter

Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme heißt das oberste Gebot der Straßenverkehrsordnung. Das ist besonders an Wintertagen wie dem gestrigen akut. Da der Schnee vom Winterdienst nicht nur in der Innenstadt an den Straßenrand bzw. auf den Fußweg geschoben wurde, hatten es die Radfahrer schwer, sich überhaupt fortzubewegen. Dass Radfahrer – auch Kinder – deshalb auf die Fahrbahn ausweichen, ist nahezu unvermeidlich. Autofahrer sehen diese Not und fuhren gestern teilweise besonders langsam und umsichtig.

Trotzdem kann es zu gefährlichen Situationen kommen. Sollte man deshalb allen Radfahrern das Fortbewegen im Winter verbieten? Mal abgesehen davon, dass nicht wenige auf das Zweirad angewiesen sind und nicht einfach ins Auto umsteigen können, wäre das eine unzumutbare Härte, die sich eigentlich schon von selbst verbietet. Es gibt nicht überall und zu allen Zeiten Bus- oder Zugverbindungen – vor allem nicht auf dem Land. Es gibt aber die Möglichkeit, bei Freunden und Bekannten mitzufahren oder gegebenenfalls zu laufen. Jeder muss selbst das Risiko einschätzen, für sich und seine Kinder.

Bauen und Wohnen
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?
Wohnen Sie noch oder bauen Sie schon?

Hier finden Sie alles, was Sie fürs Sanieren, Renovieren oder Bauen Ihrer eigenen vier Wände brauchen.

Weiterführende Artikel

Einen Tag Winter

Einen Tag Winter

Nasser Neuschnee in größeren Mengen hat gestern in Teilen des Kreises für Verkehrsprobleme gesorgt.

Menschen im Gebirge würden über die paar Schneeflocken schmunzeln, die wir hier im Flachland haben. Dort ist monatelang umsichtiges Fahren erforderlich. Radfahrer gibt es trotzdem. Nur wenn`s allzu umständlich wird, lassen sie den Drahtesel lieber „im Stall“ stehen.