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Kommentar: Das wird uns teuer zu stehen kommen

Peter Redlich über die Bauplanung für die Meißner Straße.

Jetzt rächt sich, dass beinahe zwei Jahre sinnlos diskutiert wurde. Immer wieder sind Radebeuler Stadträte die Planer angegangen und forderten von ihnen wiederholt Berechnungen für eine vierspurige Meißner Straße. Genauer für zwei Straßenabschnitte von jeweils einigen Hundert Metern Länge. Die Argumente der Vierspuren-Verfechter: Dann würden mehr Autos die Straßenbahn überholen können, würden weniger im Früh- oder Nachmittagsstau Nebenstraßen benutzen.

Die Berechnungen, dass auf zwei so kurzen Abschnitten vielleicht drei oder vier Autos zum Überholen kommen, wenn überhaupt, wurden permanent angezweifelt. Dass für vier Spuren Grundstücke aufgekauft oder gar enteignet sowie an einigen Stellen Häuser abgerissen werden müssten, störte die Verfechter der breiten Meißner wenig.

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Jetzt bekommen für diese Diskussion alle die Rechnung. Den Bau der Straße um ein weiteres Jahr zu verschieben, weil die Planer es nicht rechtzeitig schaffen, ist ja nur die eine Seite der Medaille. Es wird mit großer Wahrscheinlichkeit auch teurer werden. Im Halbjahresrhythmus haben in den letzten Jahren Baufirmen die Preise angezogen. Und ganz nebenbei: Nun muss die Autofahrer-Lobby, wie alle anderen, ein weiteres Jahr hinter der zuckelnden Straßenbahn herschleichen. Ein Schaden, den wir alle bezahlen.