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Kommentar: Den Dieben das Handwerk legen

Tilo Berger über Autodiebstähle in der Grenzregion.

© Wolfgang Wittchen

Tilo Berger

In der Nacht zum vergangenen Sonnabend hätten es Autodiebe schwer und leicht zugleich gehabt. Schwer an der Görlitzer Stadtbrücke und am Grenzübergang Hagenwerder, denn da kontrollierten Landes- und Bundespolizei jedes Fahrzeug. Leicht hätten es Langfinger aber vielleicht in Zittau oder im Oberland gehabt. Denn wenn die Polizisten in Görlitz stehen, können sie nicht gleichzeitig etwa in Ebersbach-Neugersdorf sein.

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Nun ist es ja gut, dass die Kontrolleure in Uniform oder auch in Zivil unangemeldet an den Grenzen auftauchen. Und noch besser ist, dass Sachsen ab kommendem Jahr eintausend neue Polizisten ausbilden und einstellen will. Das hat jedenfalls Ministerpräsident Michael Kretschmer in der Nacht zum Sonnabend an der Görlitzer Stadtbrücke angekündigt. Die neuen Polizisten sollen in der Fläche eingesetzt werden, also auch an der Grenze. Sichtbar für die eigene Bevölkerung und auch für potenzielle Langfinger. Diebe sollen es schwerer haben.

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Aussterben wird ihre Spezies aber nie. Und das Geschäft mit geklauten Autos lohnt sich offenbar nach wie vor. Umso wichtiger bleibt, den Dieben ihr Handwerk zu erschweren. Oder besser ganz zu legen. Mit einer Lenkradkralle zum Beispiel. Denn selbst die beste Polizei kann nie jedes einzelne Auto bewachen.

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