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Kommentar: Den ersten Schritt gemacht

Steffen Gerhardt über das Für und Wider für Elektrofahrzeuge

Elektroautos sind eine feine Sache, wenn drei Dinge stimmen: Fahrzeugpreis, Reichweite und ein dichtes Netz an Ladestationen. Im Landkreis Görlitz sind die leisen Autos noch Exoten auf den Straßen – und dafür sorgen die eingangs genannten drei Gründe. Sie machen einen Kauf für den Bürger derzeit unattraktiv. Umso mehr ist es lobenswert, wenn Privatleute die Initiative ergreifen und selbst etwas für die Elektromobilität im Landkreis tun. Uwe Becker hat für Niesky drei öffentliche Ladesäulen geschaffen. Denn die Kommunen tun sich schwer, selbst Stromzapfsäulen aufzustellen. Mit Ausnahme von Boxberg, Rothenburg, Weißwasser und Zittau. Dort sind sie bereits in Betrieb. Aber den wenigen Säulen im Landkreis, die teilweise auch von den Stadtwerken betrieben werden, fehlt es an Kundschaft. Über 100 Elektroautos sind inzwischen im Landkreis zugelassen. Die Besitzer laden ihre Fahrzeuge meistens zu Hause oder wenn möglich am Zielort. Somit steckt die Elektromobilität noch in den Kinderschuhen, im Landkreis in den Babyschuhen – auch was die Ökologie betrifft. Denn wissenschaftliche Studien belegen, dass man heute in einem Elektroauto nicht ökologischer unterwegs ist als in einem mit Verbrennungsmotor.