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Kommentar: Die Kunden müssen genug Geld haben

Jan Lange über die Förderung von Geschäftsansiedlungen

Es ist begrüßenswert, dass sich viele Städte im Freistaat Gedanken machen, wie sie den Leerstand wirksam bekämpfen können. Sicher gab es schon seit Jahren Initiativen, die dieses Problem angehen wollten. Nun wird endlich auch richtig Geld in die Hand genommen, und das kann wirksamer sein. Die einzelnen Kommunen gehen dabei unterschiedliche Wege. So wollen die einen mit Prämien Neuansiedlungen fördern. Das ist ein guter Gedanke, aber darüber darf nicht vergessen werden, die bestehenden Geschäfte zu unterstützen. Denn letztlich nutzt es nichts, wenn drei neue Läden in der Innenstadt dank der Förderung eröffnen, gleichzeitig fünf bestehende aber schließen. Deshalb ist der Zittauer Weg, beide im Blick zu haben und zu fördern, vielleicht der bessere. Letztlich reicht auch eine solche Förderung nicht aus. Denn was nutzen schön modernisierte Läden, wenn die Kunden nicht genügend Geld in der Tasche haben, um es im Einzelhandel ausgeben zu können. Nicht wenige Geschäfte haben in jüngerer Vergangenheit geschlossen, weil die Umsätze einfach nicht mehr ausgereicht haben, den Laden am Leben zu halten. Deshalb ist der Gedanke des Zittauer Stadtrates Thomas Kurze nicht abwegig, dass die Kaufkraft genauso gesteigert werden muss, um nachhaltig Erfolge zu erreichen.

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