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Kommentar: Die ruhige Zeit auf der Hotherstraße ist vorbei

Daniela Pfeiffer über den Kampf der Anwohner

Gute Jahre waren das. Als noch eine Ampel den Verkehr an der Stützmauer Rothenburger Straße ausbremste und Kraftfahrer wenig Lust auf die Warterei hatten. Als dann zwei Jahre komplette Sperrung der Rothenburger Straße der Hotherstraße die schönste und sicherste Zeit überhaupt bescherten. Viele Häuser sind in diesen Jahren fertig saniert worden, sehr viele junge Familien eingezogen. Sie sorgen sich jetzt zu Recht um die Sicherheit ihrer Kinder. Denn seit die neue Straße übergeben wurde, rollt der Verkehr gefühlt fast wie auf einer Bundesstraße.

Wer da die beiden kleinen Jungs mit dem Roller mitten auf der Fahrbahn angesaust kommen sieht, dem kann das Herz schon mal vor Schreck kurz aussetzen. Wer hier keine Gefahr sieht, kann sich die Situation nicht ernsthaft angesehen haben. Klar, das ist verboten, was die Kinder da tun. Aber die Hotherstraße ist mehr denn je ein Wohngebiet, die Straße belebt, natürlich auch mit Kindern, und deren Verhalten im Straßenverkehr ist mitunter unberechenbar. Anwohner fürchten, dass es nicht bei den bislang kleinen Kollisionen bleiben wird. Ämter und Behörden aber verlassen sich wieder einmal auf die nackte Statistik, auf Vorgaben und Gesetze. Es hat den Anschein, als würden hier Probleme und Sorgen von Bürgern der Stadt einmal mehr nicht ernst genommen. Dabei sind es nicht die Sorgen von zwei, drei vereinzelten Herren, um die es hier geht. Sie haben sich lediglich zum Sprachrohr gemacht. Ist das nicht auch eine Art von Bürgerbeteiligung? Wenn es Probleme gibt, sollen die Görlitzer sich gern melden, hört man aus dem Rathaus. Bitte: hier wäre eins.

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